Druckschrift 
1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
Entstehung
Seite
261
Einzelbild herunterladen
 

Streit ber pfjtfofopfjifcfycn Svicultdt mit bei- tfycofogifdjcit. 2(il

wot)ntid)er SBcife oom SSolf unb beffen Selben I;er fjat,) fo famtil)te 'Kbftcbt nur fein, aud; burd; biefe§ Mittel (ben jtircbeitgtauben)Icnffiunc unb ntovalifd; - gute Untertanen ju haben.

gu bem @nbe wirb fte crftlidb feinen 9laturaIiSmu§ (J£ir=djeiigtaubcn otjne 33ibcl) fanctionircn, weit e§ bei bem gar feine,bem (Sinfluß ber Sicgienmg unterworfene fird;licf)c gönn gebenwürbe, meines» ber SSorauSfcbuitg wiberfpridjt. S)ie bibltfcbc?trt;obojtie würbe alfo baS fein, woran fte bic 6ffcnttid;cn S5otf§=(c()i-er banbe, inItnfcbung bereit biefe wicbcrunt unter ber S5eurtl;ei=Iiing ber gacutldten ffefjen würben, bie c6 angebt, weit fonft ein^fiijfentbum, b. i. eine Jperrfdjaft ber SBerfteute bc§ jtird)englaubcn§entfielen würbe, ba§ fUotf nach ihren 2tbfid;ten ju beberrfdjen. 3tbo;ben ÖrtboboyiSntuS, b. i. bie Meinung von ber üji»nlänglid;feitbe3 lircbengtaubenä jur Dfettgion würbe fte bittrd; it)re 2fuctorität nichtbetätigen; weit biefe bic natürlichen ©runbfdbe ber ©itttid)fcit jurSiebenfache ntadjt, ba fte vielmehr bie Ipauptflühe ift, worauf bieRegierung muß redeten tonnen, wenn fte in ihr SBotf SSertrauenfcljcn fett*). (Snblid; fann fte attt wenigften ben 9)h;ftici§mu§ at§Meinung be§ S5olf§, übernatürtid;er Snfpiration felbft tbeilbaftig

*) SßaS ben Staat in SfcligionSbiitgcn allein iittereffiren bavf, ift: mojubic Scfjvcr berfelben an^ubaiteit finb, fcamit er miglidje SBürgcr, gute Solba;teil unb überhaupt getreue tliitertfiaiien habe. Sßenn er mtit baju bie (Sin;ftfjik'fuiig ber 9tccf)fg(aubigfeit in ftatutarifeben ©laubenSlebtcn unb eben fo(;cfjcr ©inibeninittet ivü()(t, fo fann er hiebet feifr übet fahren. (Denn ba baSttmietimen btefer Statuten eine (eichte unb beut fchtechtbenfenbften SHenfctjenweit leichtere Sache ift, als bem ©uten, bagegen bie moratifcfie SBeffertingbtt (i'efüiiiuiig riet unb tauge OTühe macht, et aber von ber elfteren fjaupt;(«(Mich feine Scligfcit ju hoffen geiehrt morben ift, fo batf er fief) eben feinäi-op ® eben feil machen, feine Pflicht (bocfji bchutfam) ju übertreten, meil erein unfehlbares SDtittel bei ber .panb hat, ber göttlichen Strafgerechtigfeit,(nur bap er fiel) nicht Perfpaten muft,) fcurcfj feinen rechten ©laubcn an alle®efieimiii|fe unb inftünbige ÄVmiljung ber ©nabenmittet jit entgehen; bagegrn,wenn jene Sehre ber Jtirdjc gcrabcju auf bie SDtoralitat gerichtet fein mürbe,bnS llrtheil feines ©cmiffenS gatij anberS lauten mürbe, nämlich bap, fo»id er non bem iBöfen, maS er tljat, nicht erfcjsen fann, bafüt müffc er ei;nem tiinftigcn dichter antmorteit, unb biefeS Sc()irff«t abjumenbeu, permögefein ftrcljUcfjcS Drittel, fein burefj lingft herauSgebrüngter ©taube, noch eiltlOlcljeS ©ebet, (desine fallt (li iim liecti sperare precando.) 33oi mcU'bem

®laubeu ift nun ber Staat fieberet7