234 Streit bcc $acuttaten. I. ’-Jfbfdjtiltt.
an göttttiche Offenbarung unb beren ftatutarifche Sehren, bie nid)taitS bet SSernunft entspringen finnen, b. i. oerfchiebenc gönnenber finnlichen S3orjteUungSart beS göttlichen SEBillenö, um ihmflufj auf bie ©cmüther ju oerfchaffen, unter benen baS St)riftentE>uiii, Iforn’el wir wiffen, bie fchidlichfte gorm ift. ©ieS ftnbet fich nunin ber ffiibel auS gwei ungleichartigen Stüden jufammengefeht, bemeinen, welches ben JEanon, bem anberen, waS baS Organon oberXMiifel bet Sceligion enthalt, roouon ber erfte, ber reine StetigionSglaube, (ohne Statuten auf blofer SSernunft gegrünbet,) ber anbereber iEircheng-taube, ber ganj auf Statuten beruht, genannt wer=ben tann, bie einer Offenbarung beburften, wenn fie für heiligtHehre unb SebcnSoorfchriften gelten follten. — ©a aber auch biofeS Hcitjeug ju jenem 3wed jtt gebrauchen Pflicht ift, wenn bafürgöttliche Offenbarung angenommen werben barf, fo laßt fiel) barauä jerflaren, warum ber fiel) auf Schrift grimbenbe Äirchenglaube beiNennung beS SReligionSglaubenS gemeiniglich mit oerftanben wirb.
©er biblifcl;e $h cü l°3 fagt: fuchet in ber Schrift, wo ihr meinetbaS ewige Heben ju finben. ©iefeS aber, weil bie SSebingung bef -felben feine anbere, als bie moralifche SBefferung beS SKenfchen ift, 'fann fein üRcnfch in irgenb einer Schrift finben, als wenn er fie hitneinlegt, weil bie baju erforberlichen ^Begriffe unb ©runbfdfee eigentlichnicht oon irgenb einem Anberen gelernt, fonbern nur bei SSerantaf ;fung eines SScrtragcS auS ber eigenen S3ernunft beS HehrcrS entwicfclt werben muffen, ©ie Schrift aber enthalt noch mehr, alb !waS an fich felbfl $um ewigen Heben erforberlich ift, waS nämlich ,Juni ©cfchichtSglauben gehört unb in ‘tfnfehung beS SietigionSglambcnS als blofeS finnlidjeS fBeljtfel jwar (für biefe ober jene fPevfon, ifür biefeS ober jenes Zeitalter) jutraglich fein fann, aber nicht notl;-wenbig bajit gehört, ©ie biblifch = tl)eologifche gacultat bringt nunbarauf als göttliche Offenbarung im gleichen SJZaajje, als wenn bet©taube beffelbcn jur Sieligion gehörte, ©ie v>^tlofoph>tfd^e aber nmberftreitet jener in 2Infel;ung biefer SSermcngung unb beffen, waä Ijene über bie eigentliche Religion SBahreS in ftcf> enthalt.
3u biefem SSehifcl (b. i. bem, waS über bie S?cligionSlc(;re :