Druckschrift 
1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
Entstehung
Seite
163
Einzelbild herunterladen
 

lieber ^t;iüofop^ic überhaupt. ](i3

beit beg £>rte§ unb ber ©efellfd)aft in ©ang gebraut haben,durch welche Urfache er big jurn £urug I)abe anwachfen fonnenit. bgl., fo würben bie fPrincipien einer foldjen ©rfldrung großen*tljeüä tn ber fPfpchologte, (barunter man in einem folgen gälteimmer nur bie cnüpirifche »erfleht,) gefud,)t werben muffen, ©o»erlangen bie ©ittenlehrer »on ben fPfpchotogcn, ihnen ba§ fettfame$ hdnomen beg ©eijeg, ber im btofen ffiefifje ber Mittel jum 2Bot)U(eben (ober jeher anberen 2£bftd)t), bod) mit bem ©orfafce, nie einen©ebrauef) baren ju machen, einen abfotuten SBertl; fefct, ober bie©brbegierbe, bie biefet im btofen Stufe ohne wettere U£bfrcb)t ju ftn*ben glaubt, jtt erflctren, bamit fte ihre SSorfdjrift barnach richtenfonnen, nicht ber fitttichcn ©efefee fetbff, fonbern ber SSegrdumttngber dpinbemiffe, bie ftch bem ©influffe berfetben entgegenfehen; wo«bei man bod) geftehen muff, baff eg mit pfpd^ologifdjen ©rfldrungen,in SBergleichung mit ben ^hpftfehen, fet;r fümmertich bcjlcllt fei, bafsfte ohne ©nbe I;p^otI;etifcf) ftnb unb man ju brei »ergebenen @r«flürungggrünben gar leidjt einen vierten, ebenfo fd;einbaren erben«;fen fann, unb bafj baher eine Stenge »orgeblidper fPfpd;olcgen bie«fer 2lrt, wctdhe »on jeber ®emüth§affection ober ©ewegung, bie in©chaufpielen, bid;terifd;en SSorffeltungen unb »on ©egenfldnben berStatur erweeft wirb, bie Urfachcn anjugeben wiffen, unb biefen ihrenSBi| auch wohl ^hÜofophte nennen, bie gewohnlichfte Staturbege«benheit in ber forderlichen SBelt wtffenfd;aftlich ju erfldren, nichtallein feine Äenntnif, fonbern auch »ieUeid;t nid)t einmal bie gallig-feit bgju blichen laffen. fPfpchologifch beobad;ten, (wie ©urfe infeiner ©d;rift »om ©djernen unb ©rhabenen,) mithin Stoff ju fünf«tigen fpftematifch ju »etbinbenben ©rfahrunggregeln fammeln, ohnefte bod) begreifen p wollen, iffc wohl bie einzige wahre £>blic«genl)eit ber empirifchen g>fpdjologie, wetd;e fchwertid) jematg aufben Slang einer dhilufophtfch^ SB3iffenfd;aft wirb 2lnfprud? machenfonnen.

SBenn aber ein Urtheil ftch felbft für allgemeingültig auSgtbtunb alfo auf Stothwenbigfeit in feiner ©ehauptung tlnfprud?macht, fo mag biefe »orgegebene Stothwenbigfeit auf Segriffen »om

11 *