Eibeschütz und sein Sohn Wolf.
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auf und täuschte bis an sein Lebensende und über sein Grab hinausdie Welt; aber mit diesem Theil seines Lebensganges hat die jüdischeGeschichte nichts zu thnn.
An allen diesen trübseligen Ereignissen hatte Jonathan Eibeschützeinige Schuld. Die Frankisten zählten ihn, den großen Gaon, zuden Ihrigen und er that nichts, um diesen brandmarkenden Verdachtvon sich abzuwälzen. Er wurde angefleht, der Noth der PolnischenJuden beizuspringen, seinen Einfluß geltend zu machen, der An-schuldigung vom Gebrauch des Christenblntes entgegenzutreten. Erblieb stummi), als fürchtete er, die Frankisten gegen sich zu reizen.Sein jüngster Sohn Wolf stand in Verbindung mit dem giftigenFrankisten Salomo Schor-Wolowski 2). Dieser junge Eibeschütz trieb eben-es mpvurm p>. 35 g. fg. sDie Darstellung im Text bedarf einer grundsätzlichenBerichtigung. Die Bibliothek des jüdisch-theologischen Seminars besitzt jetzt(seit 1892) eine aus dem Nachlaß des sel. vr. B. Zuckermann stammendeHandschrift, welche drei Gutachten in deutscher Sprache gegen die Blutbeschuldigungenthält. Das erste derselben ist von R. Jonathan Eibeschütz verfaßt und trägt seineeigenhändige Unterschrift ä. ft. Altona 22. December 1759. Die Eingangswortedes umfangreichen Aktenstückes, das ich soeben in meinem Jahrbuch für 1897,S. —H5, veröffentlicht habe, treten erst im Zusammenhang mit den im Text dar-gestellten Ereignissen in das rechte Licht. Sie lauten wie folgt: „Ich habe nicht alleinmit dem größesten Verdruße sondern auch mit der größesten Wshmuth vernehmenmüßen, wie daß sich einige Gottlose, Ehrvergessene Leute, so längstens aus derJüdischen Synagoge verdammet worden, zusammen gerottet, und um ihreLaster zu Bedecken, die jüdische Nation Bey der Christlichen, Hohen Obrigkeitzu verkleinern und mit grundlosen, ia gantz falschen Sätzen aus jüdischenBüchern zu Behaupten gesucht, als wenn die jüdische Nation zu ihren HauptOsrsvaonrsir Christen-Blut von nöthen hätte. Es ist diese Beschuldigung sogottloß, daß man sich billig zu verwundern hat, wie der Erd Boden solcheLeüte tragen Kan." Darauf folgt dann in 36 weiteren Absätzen eine grund-gelehrte Widerlegung der Beschuldigung. Sie endigt mit folgenden in eigen-händiger deutscher Schrift hinzugefügten Worten: „Ich zweifle nicht, daß dieHochlöbl. Ober-Keit Dieses gnädig in Erwegung Zitzen und aufs das Falscheanbringen im geringsten nicht Neflectiren werde. Altona, 22. Dec. 1759.üonas Nalrsn. Dz-bseliübri, Ober Rabiner der Juden-gemeine Utona nebst alleJuden, die im Königreich Denimarck siezhasft sind, auch der Juden gemeindeHarnbnvA st 'VVo.ässbsob." Dem Gutachten Eibeschützens schlossen sich ChristianBenedict Michaelis (s. über ihn A. D. B. Bd. 21, S. 676) und JohannSalomo Semmler (s. über ihn A. D. B. Bd. 33, S. 666) beide Professorender Theologie in Halle, am 21. Febr. 1766 an. Die letztern beiden Gutachtenhabe ich in meinem Jahrbuch für 1893 S. 83 —169 mitgetheilt. Ueber dieGeschichte der Handschrift hat sich Weiteres bisher nicht ermitteln lassen.)
-) Schreiben des Abraham Zamosü an Emden ä. ci. 4. Nissan 1766 (-EU-P. 84 a): nvftv i'i-o v'p'ino mou mm irn mrm (punio mv- >'w'tzu) inu ^
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