Die Eibeschützischen Wirren.
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sabbatianischen Glauben hege, „sonst möge Feuer und Schwefel aufihn vom Himmel herniederfahren". Er verwünschte noch obendreindiese Sekte mit allerhand Flüchen und belegte seine Gegner, die ihnverläumdeten und solche Wirrnisse veranlaßteu, mit dem Banne.Klug deutete er zugleich in diesem Vortrag an, daß eine gegen ihngerichtete Verfolgung die heimlichen Sabbatianer aufmuntern würde,sich wieder zu regen und sich an ihn anzuklammern. Diese feierlicheErklärung machte einen tiefen Eindruck. Wer sollte noch an der Un-schuld eines so hochstehenden Rabbiners zweifeln, wenn er Gott zumZeugen derselben angerufen hatte? Der Vorstand der Drei-Gemeindenglaubte in vollem Rechte zu sein, wenn er Emden, dem angeblich ge-meinen Verläumder, den er für einen Ausbund aller Schlechtigkeithielt,, die Weisung zukommen ließ, Altona zu verlassen. Da diesernicht darauf eingehen mochte und sich auf das königliche Privilegiumberief, vereinsamte, chicanirte und verfolgte man ihn rücksichtslos.Dieses Verfahren reizte Emden nur zu noch größerem Eifer. In-zwischen liefen Schreiben von Metz mit anderen Amuleten ein (Adar1751), die Eibeschütz dort ausgetheilt und deren Echtheit er selbst an-erkannt hatte, welche sonnenklar bekundeten, daß er tatsächlich Sab-batar Zewi als Messias und Heiland verehrt hat. Die RabbinerSamuel Heilmann (aus Krotoschin, nach Eibeschütz in Metz ge-wählt) und Nehemia Reischer waren schon früher auf EibeschützensAmulete aufmerksam gemacht worden, und sie beeilten sich sofort inAltona Kenntniß davon zu geben. Die Metzer Amulete lauteten inder Hauptsache übereinstimmend: „Im Namen des Gottes Israels. . . . des Gottes seines Gesalbten Sabbatai Zewi, durch dessenWunde uns Heilung geworden, der mit dem Hauche seines Mundesden Bösen tödtet, beschwöre ich alle Geister und Dämonen, den Trägerdieses Amuletes nicht zu schädigen." Ueber diese Metzer Talismanewar vom Rabbinate und Vorstande ein Verhör ausgenommen worden— alle, welche im Besitze derselben waren, wurden bei Strafe desBannes aufgefordert, sie auszuliefern. Ein königlicher Procurator be-stätigte ihre Echtheit, d. h. daß sie nach der eidlichen Aussage derZeugen von Eibeschütz herrührten. Er fand in Metz nicht einen ein-zigen Ehrenretter von Belang. Heilmann und Reischer theilten nochdazu alle die leichtsinnigen und schlechten Streiche mit, welche sichEibeschütz während seiner Rabbinatsverwaltung in Metz hätte zuSchulden kommen lassen. Sie drangen in Jakob Emden, nicht zurasten, bis dieser Heuchler und Meineidige vollends entlarvt wäre.Es war eine kleine Geuugthuung für Jakob Emden zu wissen, daß erin seinem Kampfe nicht allein stand. Aber viel nützte ihm dieser Beitritt