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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Geschichte der Juden.

druckten Talmudexemplare benutzen zu dürfen, und solchergestalt eingutes Geschäft zu machen, dessen Gewinn er mit den Jesuiten zutheilen versprach? In manchen jüdischen Kreisen behauptete man esmit aller Bestimmtheit. Die Druckerlaubniß erhielt Eibeschütz von derbischöflichen Censurbehörde, jedoch nur unter der Bedingung, daß jedeRedewendung und jedes Wort im Talmud, welche nur einen mattenSchein zuließen, daß sie gegen das Christenthum gerichtet wären, voll-ständig ausgemerzt werden sollten. Er selbst gab sich zu dieser Ver-stümmelungsoperation her (17281739). Diese wedelnde, Gefügigkeitgegen die Jesuiten erregte den Unwillen mancher Juden. Die Ge-meinde von Frankfurt a. M. ließ es sich viel Geld kosten MoseChages und vielleicht auch David Oppenheim steckten dahinter umden Prager Druck des Talmud durch den Kaiser verbieten zu lassen*). Eibeschütz hat übrigens seine Bekanntschaft mit christlichen Kreisen

^) Dieses Factum, welches kein günstiges Licht auf Eibeschütz wirft, ist nochwenig bekannt. Er selbst rühmt sich (Einleitung zu '.oisi '. 333 ) des Verdienstes,den Druck des Talmuds durchgesetzt zu haben: iivi.i «iso 3'->3ni « 333 . 33 -. DenCommentar dazu liefert Emden in 31 , 33 ^. 3.3 (p. 3 b): -pV' 3.3 3>« 33 -, 33.3 m

io 13,3'V 33'33.3i 1N3SI 3.3'-> 'L'M ip UV33 i'V.iii 3"V au 3ii°>3 INO 3'L3.3i M3Ü333 'iV po 3»3i3.3 flinii . . . 3 . 3 'ifl 3 V 13 iVn 3,333 o"m 3ii->3 33',3 31333 -133 vmP3U31 a.i'La ninr .3,3pr .3333 .31 ixi... 33 , 3.3 prn ioo o"V.3 3iiiViv p3ii 3 - 33.3 )3i . . .3'31.3I ll'->i>1 3U3 u"> 3M3 33 10 .31 V'3 flllfl ifl U'rini p'33 ->"-> -fl 133-1.3: I13V.3li.3 O'31.3'3 331- P3.3 33V33 lil23V 3? 30',33 i^u i 3 . 3 V. 3 i> . Aehnlich klagte Chagesihn bereits im Jahre 1728 an (Emden Rssxx. P3>" 3i'uV, No. 23, x. 53 b):

flv>'3 3U3S fl",33 3'3V3i 3flV P3V INI» flv>'3 313'3 3PV 33'3 .31 333 3.313 '3>'.3V 3flV3133331V . . V31P13V 3UV 33ill . . . 3111V31 3111V 31.33.33 3lis31 3"V.33 0133.3 3.33.33>'.332I xo'i 3"3 fl",33 .33' 3"3 333. Ueber die Verstümmelung dieser PragerTalmudausgabe unter Theilnahme der Geistlichen s. Wolf, öibliobllsoa. III,x. 445: Os sältious Dalrnuckls Os.bz-1. uovs., ssä äsonrtg.ba., guaua Oonti-lloii Orsgas tsutairmt, soripsi supra. Vgl. Nabinowicz, Einleitung zu3'3-ia 'fli3,33 (München 1887) x. 73, der von Eib. Betheiligung an dieser Editionnichts zu wissen scheint. sS. jedoch desselben imiri.i . 3333.3 ix 3 ,aus, München 1877,S. 99 f.f lieber Eibeschützens Verkehr mit den Jesuiten und Hasselbaueröfter in Emdens Schriften (besonders 3,3p'3 313 ?, x. 41 L. Note): ;3ii"i 3-1 M3i31' 3:2 3>''isi'in,3 -,1V'3.3 ill- I3.3si 3'3V3; s. Beer in Frankels Monatsschr. 1858,S. 391. lieber die Prager Censur des Bischofs in Prag s. Wolf in Llasüir,VIII. S. 58. Es ist aus Aufschneiderei von Karl Anton oder Eibeschlltz an-gegeben: daßdie königl. Appellation ihn zum Obercensor ernannt habe . . .,daher durfte kein jüdisches Buch ohne der Erlaubniß des R. Jonathan im Druckerscheinen" (Anton, kurze Nachrichten, S. 53). Obercensor war damals nurder Erzbischof von Prag, Eibeschütz hat nur dabei Hilfe geleistet. Die Apologiefür Eibeschützens Betheiligung an der Edition des censirten Talmud von Prag(OavaaMÜ, Jahrg. 1877, S. 170 f. 180, 188, 199) ist durchaus nicht geeignet,ihn von der Anschuldigung seiner Gegner reinzuwaschen.