Luzzatto.
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häßliche Ausschläge an die Oberfläche, was freilich auch als Vor-zeichen beginnender Genesung angesehen werden konnte. Die Ver-derbniß hatte auch schon edle Theile ergriffen. Ein begabter Jüngling,,dem die Natur herrliche Gaben verliehen hatte, der bei normalenVerhältnissen eine Zierde des Judenthums geworden wäre, hat, vonder allgemeinen Verwilderung ergriffen, diese seine schönen Anlagendurch Phantasterei mißbraucht und so seinerseits der VerkehrtheitVorschub geleistet. Man kann sich eines wehmütigen Gefühles nichterwehren, diesen liebenswürdigen Jüngling mit einem idealen Zugein Verirrungen gerathen zu sehen, die ihn fast auf eine Linie mitden unsauberen Geistern Chajou, Löbele Prosnitz und anderen diesesGelichters stellten. Ein farbenreicher Sonnenstrahl, der in einemSumpfe erlischt! Wenn man die Kabbala, die so unsägliches Unheil-im Judenthume erzeugt hat, verwünscht und ihren Erzeugern wie-Pflegern, auch den ehrlichen (Abraham b. David aus Posquidres,Nachmani und Isaak Lurja) mit Recht grollt, so fühlt man sich am meistendazu gestimmt, wenn man zwei edle Jünglinge von hoher Begabungund Sittenlauterkeit, wie Salomon Molcho und M. CH. Luzzatto,.deren Schattenbildern nachjagen und sich dadurch in Abgründe stürzensieht. Beide haben ihr Leben im buchstäblichen Sinne für Träumegeopfert, deren wirre Bilder das.betäubende Gemisch der Kabbala,in ihnen erregt hatte. Obwohl Luzzatto nicht wie sein portugiesisch-marranischer Gesinnungsgenosse auf dem Scheiterhaufen tragisch endete,so verblutete er sich doch auch, und zwar an Wunden, die er sichselbst in aufgeregtem Zustande beigebracht hat.
Mose Chajjim Luzzatto (geb. 1707, st. 1747 st stammte vonsehr wohlhabenden Eltern in Padua. Sein Vater, welcher ein aus-gebreitetes Seidengeschäft führte, scheute keine Kosten, obwohl selbstwenig gebildet, seinen Sohn mit Kenntnissen erfüllen zu lassen. Diezwei alten Sprachen, hebräisch und lateinisch, welche in Italien,gewissermaßen ein literarisches Bedürfuiß waren, die eine unter den
st Seine ausführliche, mit Liebe ünd doch Unparteilichkeit ausgearbeitete>Biographie hat der am 7. März 1860 verstorbene Privatgelehrte JosephAlmanzi aus Padua 1838 geliefert, in Lsrsra Olrsrasä III. x. 113 fg.Sie hat die unvollkommene nnd einseitige Vorarbeit von Ghirondi 183sdas. II. x. 55 fg., die Monographie von Delitzsch und LetteriS, lateinischund hebräisch als Einleitung zum Drama nr hirv 1837, ergänzt und berichtigt.Eine kurze Biographie gab auch Freistadt als Einleitung zu Luzzatto'sipm 1840. Delitzsch hat die poetische Seite an Luzzatto besser hervor-gehoben, als die übrigen Biographen. sVgl. ferner ^4.. 8. l sa-aeg, a rnoäsrir.bsbr. xost. Nds lils anä rvribinAS ol Llosss Ollsarn Dn^^abto. Hsrv-