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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Sabbata'i Zewi's Ende.

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Sabbata'i Zewi's Messianität auf einer Täuschung seiner Phantasieberuht habe und daß er sie selbst als solche anerkenne und für eitelhalte. Dieses Geständniß ließ das Rabbinat von Venedig mit einerEinleitung und den Berichten über die Vorgänge in Jpsola (o. S. 223)drucken, um den Sabbatianern in Italien endlich die Augen zu öffnen.Es half aber nicht viel. Der auf der Kabbala beruhende Wahn warzu tief gewurzelt. ' Von Venedig wurde er nach Livorno befördertund der dortigen Gemeinde ein Wink gegeben, ihn dort, wo die Judenmehr Freiheit genossen, unschädlich zu machen; Nathan Ghazati entwichaber heimlich nach Rom, schor sich den Bart ab, machte sich un-kenntlich und soll chaldäisch beschriebene Zettel in den Tiber geworfenhaben, um Roms Untergang herbeizuführen. Aber die Juden er-kannten ihn, und da sie auf päpstlichem Gebiete von seinen be-trügerischen Tollheiten Gefahr für sich fürchteten, sorgten sie fürseine Ausweisung. So kam er nach Livorno und fand auch hierAnhänger. Nathan versprach sich aber in der Türkei mehr Ehreund Gewinn, oder Gelegenheit, seinen unruhigen Geist zu befriedigen,und so kehrte er wieder nach Adrianopel zurück. Auf Wort undEid gab er nicht viel. Nathan Ghazati schrieb viel kabbalistischenBlödsinn zusammen. Sein Name ist aber verschollen; er soll inSophia gestorben und in eine von ihm selbst gegrabene Gruft gelegtworden sein (l680). Es traten aber andere Männer an die Spitzeder Sabbatianer, welche ihn weit überflügelten und ein festes Zielverfolgten.

Sabbata'i oder Mehmed Effendi fing in dieser Zeit seinewühlerischen Mystifikationen von Neuem an. In der ersten Zeitnach seiner Abtrünnigkeit mußte er sich erst unter des Mufti WanniLeitung in den Mohammedanismus hineinleben und sich vor jedemSchein einer Neigung zum Judenthum und den Juden sorgsam hüten.Er spielte daher den frommen Türken. Aber nach und nach durfteer sich freier bewegen, durfte auch seine kabbalistischen Ansichten überGott und Wellzusammenhang aussprechen. Wanni, dem überhauptvieles fremd war, hörte seine Auseinandersetzungen mit Neugierde an,und auch der Sultan soll seinen Worten mit Aufmerksamkeit gelauschthaben. Wahrscheinlich hat Sabbata'i auch einen und den anderenTürken für seine kabbalistischen Träume gewonnen. Des Stilllebensmüde und begierig, wieder eine Rolle zu spielen, knüpfte er wiedermit den Juden an und gab vor, am Passahfeste (Ende März 1668)von Neuem vom heiligen Geist durchweht worden zu sein und Offen-barungen empfangen zu haben. Sabbata'i oder einer seiner Helfers-helfer verbreitete eine mystische Schrift (fünf Zeugnisse des Glaubens

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