Joseph Delmedigv.
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war es ihm gleichgültig, den Predigertalar mit dem Doctormantcl zuvertauschen. Er wurde unter drückenden Bedingungen als Gemeinde-arzt auf fünf Jahre engagirt (14. Februar 1631), mußte geloben,ohne Erlaubniß des Vorstandes keine Reise außerhalb der Stadt zumachen, selbst wenn ein Edelmann oder Fürst seine ärztliche Hülfesuchen sollte. Zwei Jahre später wurde der Vertrag mit ihm unteretwas günstigeren Bedingungen erneuert Z. Wie lange er es inFrankfurt ausgehalten, ist nicht bekannt; günstig muß seine Stellungnicht gewesen sein; denn er vertauschte die Mainstadt mit Prag (um1548 — 50); in dieser verwahrlosten Gemeinde ließ er sich dauerndnieder. Später (1552) war er, wahrscheinlich nur zufällig, in Worms,endete jedoch sein vielverheißendes, aber wenig leistendes Leben in Prag.Auch nicht einen Theil seiner nüt so viel Marktschreierei angekündigten,großartig angelegten Werke hat er veröffentlicht; es war wohl nurAufschneiderei.
Halb und halb kann man auch Simone (Simcha) Luzzatto(geb. um 1590, st. 1663)^) zu den Wühlern dieser Zeit rechnen. Er
Z Das Factum von Delmedigo's Aufenthalt in Frankfurt beruht auf einemProtocoll des dortigen Gemeinde-Archivs, das ich der Mittheilung meines ge-ehrten Freundes R. Kirchheim verdanke. Es lautet seinem wesentlichen Inhaltnach: on-e» "n -;e'r> '."wo usw.i . . . nbop
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'5» 22n 0. Dann weiter: impo 1^125 nu am-:' ou 2,501.2 1:7:
-"rV 22u au . . nnuv 22U2 . . 2w,22 i,u2S" 2-222 07 bip2 22222» 0-0-52:.Daraus ergiebt sich, daß er mittellos war. Aus einem Schreiben des gelehrten DänenSuaningius an Johann Buxtorf (noch handschrifil. in Buxtorf's Corre-spondenz) vom Februar 1630 geht hervor, daß Del Medigo bereits in dieserZeit in Frankfurt war. Dieses Schreiben liefert einige, nicht besonders erheb-liche Data zu dessen Biographie, mehr aber zur Beurtheilung seiner Gelehrsam-keit : luäasi k?ransolurtsnsss rns balbntisntsin nnckivisssnt, srnäitain nasarnsxtollnnt inssitiain st non sins bonoris tsstiüsations cksinittunt. ü!x iisunnrn osnlis tuis snbjioio, eni xatria Orsto-, noinsn in losäsrs ckossxlrsontiAit. Oloria-tnr ss psrs^rinations ^.sias st Lnropas nodiliorss xsr-lustrasss xrovinsias st onin soüsin Islisi oonsortio (?) I-inAnnrnrn Oerräi-nalinin st niiarnin sxotisarnrn oonjnnxisss. Hiäss äuxit gnoä sxpsäi-tissirnÄ rations sins intsrprsts enin srnäitis cknäasis Idabbinisa, sninuxors HispanivL, nosonrn Lornans, sinZnls, xsrsZsrit I-inAns,. Nsrnorinstsnaoitatss st I-inAnas prornxtitnckinss snbinäs krärniroi, ünxrirnis inuns lrnjus ustatis cknäaso. In arts insäiss, nrtilsx sxtitsrit, jnckissntgni xotsrunt. (Mitgetheilt in Geiger's Jüd. Zeitschrift Jahrg. 1871, S. 135)Bergl. Frankel's Monatsschrift Jhrg. 1881, S. 82.
2) Von S. Luzzatto's Biographie ist wenig bekannt; zu dem was Wolfund de Rosst (s. v.) gegeben haben, haben Nepi und Ghirondi (7222»- '8125 212^.2x. 316, 317) wenig Neues hinzugefügt. Sein Todesjahr nach Unger (bei
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