Jüdisch-polnische Flüchtlinge.
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Indessen war die Zahl und das Elend der aus Polen Entflohenenund Gefangenen so groß, daß die deutschen Gemeinden, und wohl auchandere, genöthigt waren, die für Jerusalem bestimmten Gelder anzn-greifen, um die Polnischen Hungrigen zu speisen, die Nackten zu kleidenund sie unterznbringen. Sofort empfanden die von Almosen lebendenJerusalemer Juden, welche ohnehin von den Pascha's und den Unter-beamten ausgesogen wurden, den Ausfall der regelmäßig aus Europafür sie eingehenden Unterstützung. Sie geriethen alsbald in eine sogroße Noth, daß von den dort lebenden 700 Wittwen und einer ge-ringeren Zahl Männer nahe an 400 Hungers gestorben sein sollen. DieJerusalemer schickten daher einen außerordentlichen Sendboten NathanSpira, den Jerusalemer, nach Italien, um von da aus den übrigeneuropäischen Gemeinden ihre Noth zu klagen und ihnen zu Herzen zuführen, schleunige Hilfe zu bringen, wenn nicht Alle Hungers sterbensollten Z. — Tragisch war das Geschick so mancher der umherirrendenPolen. Ein junger Talmudkundiger Jakob Aschkenasi aus Wilna,dessen Sohn und Enkel in die Wirren der späteren Zeit eingegriffeu
') Unter den Gründen, welche für tue Zulassung der Juden in England,die in derselben Zeit verhandelt wurde, geltend gemacht wurden, war auchfolgender: Lsseruss tbs llsrvs ars rrorv in vsr^ Arsat strrZbts in rnan^xlasss. — Llultitrräss in l?ols.nä, IntbnaniL s.nck Urnssis. (Lnssis,?) bzrtbs lats rvars b^ tbs Lrvsäss, Oossasbs anci otbsrs bsinZ clrivsn rrrvaz-trorn tbsuos. Hsrros tbsir ^serrlzr Hins to tbs xoor llsvvs, ok tbs ^sr-iNLN 8 ^ns,A 0 Ans, s.t cksrnsnlsin batb osnssck, nncl ot 700 wickovs nnäpoor cksrvs tbsrs, abont 400 bavs bssrr tbrnrsbscl, s-s n Isttsr trorncksrnskrlsrrr to tbsir Urisircks rslatss. Aiitgetheilt in Unrlsiarr illis-vsllan^ 77 VII. p. 570 b, aus der Schrift: 17 ruirrrrtivs ot tbs lats xro-oesäiuAS nt ^Vbitsbull, oonosrninK tbs llsrvs. Diese Nachricht von demHungertod der Jerusalemer hat wahrscheinlich Nathan Spira gebracht undverbreitet, der eigens zum Zwecke einer Sammlung ausgesandt worden war.Das. x. 280 s, heißt es nämlich: Nrin^ ol tbs llsrvs in llsrnsalsirr bsinZrrorv vsr^- orusll^ ärvslt rvitbal nnck xsrssorrtsck b^ tbs 7?nrsles, ns tbsirlsttsrs tbsuos ckssirinZ Lslist trorn otbsr cksrvs in Llsrinnn^,Hollnnä sto. ssnt tbitbsr b^ tbs bnnck ob Rnbbi blnt b nn Nsspbirn,tbsir rnssssngsr . . äo rnnnitsst. Nathan Tsephira oder richtigNathan Spira, mit dem Beinamen Jeruschalmi, war damals Sendbote.Er ließ, um die italienischen Gemeinden noch mehr zu Spenden für die heiligeStadt anzuspornen, den fabelhaften Brief des Baruch Gab über die angeb-lichen Mose-Söhne am Fluß Sabbation nach Reggio kommen. ImSchreiben des Jerusalemer Rabbinats an die italienischen Gemeinden heißt esdarüber: ck. ck. ISten -n des Jahres 1657 — folgendermaßen: ur-im
no IL'N ono.i oo:u> Ni'ov ir>r . .
im binsn pri . . irü.-i ML'o p'lloo i.nH NL-2 no
ovion rio .io i'r' pm .r>r ,?2 ii> ::,or>>'i. lieber
die Quellen s. weiter unten Cap. 6.