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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Gemetzel in Lithanen, Klein- und Großpolcn.

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schwedischen Krieg kamen auch die groß- und kleinpolnischen Gemeindenvon Posen bis Krakau in Noth und Verzweiflung (1656^. Inkaum drei Monaten halte Karl X. die westlichen und nördlichen Pro-vinzen erobert und den König Jan Kasimir, der eher befähigt war,den Krnmmstab als das Scepter zu halten, gezwungen, sein Land zuverlassen und als Flüchtling den Schutz des deutschen Kaisers anzuflehen.Bis auf die Neige mußten die Juden Polens den Giftkelch leeren.Diejenigen, welche die Kosaken, Russen und die wilden Schweden ausdem dreißigjährigen Krieg verschont hatten, mißhandelte der jndenfeind-liche polnische General Czarnicki unter dem Vorwände, sie stündenim verräterischen Einverständniß mit den Schweden"). Auch die Polenverfuhren barbarisch gegen die Juden, zerstörten die Synagogen undzerrissen die heiligen Schriften. Ganz Polen glich damals einemblutigen Schlachtfelde, auf dem sich Kosaken, Russen, Preußen undSchweden und noch dazu Schaaren des Fürsten Ragoczi von Sieben-bürgen tummelten; die Inden wurden von Allen gemißhandelt underschlagen. Nur der große Kurfürst von Brandenburg verfuhr mildergegen sie. Die Zahl 600000 jüdischer Familien, welche in demJahrzehnt dieser Kriege (16481658) nmgekommen sein sollen, istzwar sehr übertrieben, aber auf eine viertel Million kann man wohldie erschlagenen Inden Polens veranschlagen ^). Mit dem Sinken

*) lieber Krakau berichtet ein obskurer Schriftsteller Abraham b.Joseph aus Krakau, in einem schlechten Commentar zu rrrpo in8:o sAmst. 1658 )Einl. zn.nn (i'"r> rar») n".r nn'r i:8r> upr> niVnpn nnr; .nvu invr mnm nmpuinw'ir m8p run mnrni 01028 ppesoo . . . . (sjnsnpr) >8po nmu ,-12:1 nurI'".n nur Np n"n, auch x. 23 b unten: n'nr 8112 p8w NVN2 8p 1S8 7 n ,nnn IL'NPIorvn irii'p 8p un.nn mL'p rmirir, inm-oo 8onvw 21 rnn o'o'min »in ;"irn inm> N".r. LL'IN INLNNP 8p o'UN 1108 r-'SP ll'rn MMN1 (.rptrnpn) .NID.NU.N 1'ino >.N"N

') Geheimschreiben aus Wien nach England bei Dburlos Oollsetiou oktlls sbatss - 1?ap>srs D. p. 773 vom 27. Mai 1656. Dss skolouais (sousO^aruirilri) avoisut, ta-ills su xisoss su uns villsbts xrss äs Olussus,OVrssobsu?) guslguss ssutaiuss äs äuils gui stoisub äu partiLusäois, äoub Iss s-ubrss su villsttss proolraiuss s's.voisuh ks.it bs-p-tissr sb rs-ssr 1s, tssts sb 1s, bsrbs . . . xour svitsr 1s, Iuris äss l?o1ona,'sDas ist der 'pr-rnr nur, von dem das pnn i-'i- erzählt(Maskir a. a. O. x. 38),das; er 260 Märtyrer machte in p8r;fl Kobylin, 100 in p'nnu pnnoMeseritz, 100 in rur-pno Wreschsn, 300 in p^r-n8 -- p;r-2v8 Lenczyc,600 in Kalisch und andern kleinen Städten. Dann heißt es: der 'prmnr nurhabe ganz Großpolen und Krakau verwüstet, lieber die Märtyrer von Groß-polen 1656 s. Landshut Xruuäs Xboäs, Ende Beilage x. L. Xo. 5, 6. noi:'iL'iun prpi2i8 'ii!2.-<8i nru-pniir i"ir,n ruDo unnuv o'Lnnp.n 8p onrnn n8u 8ntitnsi n8op8 Daraus geht hervor, daß die Gemetzel in Großpoleu sich

von Frühjahr bis Herbst (00s bis uro rm) erstreckt haben.

0) In p'.n 12-^ a. a. O. x. 58. Dasselbe giebt auch die große Zahl derErschlagenen an. Manasse Ben Israel rsferirt in Oso1s.rs.tiou tu tbs suZlisb.