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10 (1897) Geschichte der Juden von der dauernden Ansiedelung der Marranen in Holland (1618) bis zum Beginne der Mendelssohn'schen Zeit (1750)
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Beginn des Gemetzels.

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als er mit den Tataren in Einverständniß getreten war. Neben denKränkungen, welche sein Stamm von den jüdischen Pächtern in derUkraine erduldete, hatte er also auch persönliche zu rächen. DemKerker entlaufen, entflammte er dieKosakcnmutter", die ganze Ukrainezu einem fanatischen Religions- und Racenkricg gegen Polen und gingein Bündniß mit den Tataren der Krim ein, auch ihrerseits einenEinfall in polnisches Gebiet zu machen, heimlich vom König Wladislawermuntert, die Waffen zu ergreifen. Das Wort an die Kosaken:diePolen haben uns als Sklaven der verfluchten Brut der Juden über-liefert" genügte, um sie zu Allem zu bewegen. Die racheschnaubendeuZaporoger und die beutelustigen Tataren unter Tugai-Bey schrittenvereint von den Steppen nach dem Duiepr, während das kleine polnischeHeer unter Potocki und Kalinowski in Sicherheit gewiegt und untersich getheilt war. In kurzer Zeit hatte Chmielnicki die polnischenSchaaren durch glückliche Manöver zur wilden Flucht gebracht<18. Mai 1648). Potocki, sein Unterfeldherr und 8000 Polen geriethenin Gefangenschaft und wurden, laut Verabredung, den Tataren über-lassen. Nach dem Siege. ergossen sich die wilden Schaaren über dieStädte Perejaslaw, Prijatiu, Lubiu, Lochwitza, östlich vom Dniepr,zwischen Kiew und Pultava, plünderten und mordeten besonders dieJuden, welche nicht die Flucht ergriffen hatten; die Zahl der Ge-mordeten belief sich auf mehrere Tausend ^>. Hunderte nahmen zumSchein die Taufe unter griechisch-katholischer Form au, um sich zuretten. Glücklich waren noch die diejenigen, welche in Gefangenschaftder Tataren gerathen waren, sie wurden nach der Krim transportirtund von dort aus von den türkischen Juden ausgelöst. Vier jüdischeGemeinden (Porobischtscha und andere), mit ungefähr 3000 Seelen,entschlossen sich, dem Gemetzel zuvorznkommen und ergaben sich denTataren mit allen ihren Habseligkeiten. Sie wurden gut behandeltund nach der Türkei verkauft, wo auch gegen sie von ihren Stamm-genossen die Pflicht der Auslösung brüderlich geübt wurde. Die Ge-meinde Constantinopels sandte einen Delegirten nach Holland, um vonden reichen Gemeinden Gelder zur Auslösung der Gefangenen zusammeln 2).

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