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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Note 4.

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weiter die Zensur passieren, und keine Anzeigen von Schriften dieses Gegenstandesin die hiesigen Zeitungen und Intelligenz-Blätter ausgenommen werden dürfen,welches zur Nachricht und Achtung hiermit bekannt gegeben wird."

Berlin, den 20. September 1803.

König!. Preußisches Polizey-Direktorium.

Eisenberg.

lS. Nationalzeitung der Deutschen, 41. Stück, den 13. Oktober 1803,p. 919 und 920, s. auch noch allgemeine Litteratur-Zeitung vom 9. April 1804No. 408,.

Diese kleine Schrift hat rermuthlich nicht bloß hier in Berlin, wo sieerschienen, sondern auch auswärts viel Aufsehen gemacht. Man muß bekennen,daß der Verfasser nicht mit Kälte geschrieben, daß für jede seiner skandalösenJudengeschichten man ihm ein Dutzend christliche in den Bart werfen könnte;daß er seine Beweise größtentheils aus solchen Zeiten hervorholt, wo es wahr-scheinlich auch unter den Christen finster genug aussah, und ein blinder Judenhaßmanchem Chronikenschreiber Fabeln diktirte; aber was sich nicht ableugnenläßt, ist, daß die Juden ihren Religionsdogmen zufolge zu keiner Wahrhaftigkeitgegen Nichtjuden verbunden sind. Eins Vertheidigung gegen diese Anklage wärewohl höchst nöthig, das Uebrige könnte unbeantwortet bleiben."

Ich theils die damals erschienenen Schriften in drei Rubriken:

I. Antijüdische Schriften.

1) Die Juden in Deutschland und deren Annahme zu Neichs-und Provinzialbürgern, Gedanken durch den neuerlichen Antrag des chur-böhmischen Gesandten zu Regensburg,den Juden das Bürgerrecht zu ertheilen"veranlaßt. Im Monat Januar 1803, Heilbronn. Anonym.

2) Christian Ludwig Paalzow, preuß. Criminalrath beim Kammergericht.I) s oivitats lluäaoornm, Berlin bei Schön 1803. Sie ist lateinisch,wurde aber im Verlaufe der Agitation von einem anonymen Juden insDeutsche übersetzt und mit einer ironischen Dedikation Paalzow gewidmet.

3) Derselbe: Der Jude und der Christ. Eine Unterhaltung aufdem Postwagen, Berlin fJ. W. Schmidt,j 1804 j96 SS., 8s (aber schonSeptember 1803 erschienen).

4) Grattenauer, Wider die Juden, Berlin sJ. W. Schmidts 1803,Anfangs anonym und nur zum Schluß mit r unterzeichnet. Es sollen b Auf-lagen davon erschienen sein. sDie Schrift erschien zuerst in denFeuerbrändenfür Dtschl." 1803s.

5) Derselbe: Erklärung an das Publikum über meine Schrift: Widerdie Juden, Berlin, 1803, fJ. W. Schmidt, 45 SS., 8s.

6) Derselbe: Erster Nachtrag zu seiner Erklärung über seine Schrift:Wider die Juden. (Ein Anhang zur fünften Auflage) fBerlin, I. W. Schmidt,1803, 83 SS., 8 (Titel z. Th. roth)s.

7) Können die Juden ohne Nachtheil für den. Staat bei ihrerjetzigen Verfassung bleiben? Berlin; ssHayns, 1803, f67 SS., 8.sanonym. Dieses Pamphlet knüpft an Grattenauer's Schrift an.

8) Auch ein Wort wider die Juden, veranlaßt durch . . . Gratte-nauer's Schrift wider die Juden, von einem praktischen Geschäftsmann verfaßt,der merkwürdige jüdische Schwindeleien erfahren hat. Berlin 1803. Anonym.sVgl. Freudenthal a. a. O. S. 36s.