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Leidwesen erfuhr ich, daß er nicht inehr in Posen anzutreffen wäre, indem ermit dem Oberrabbiner, der nachher befördert und zum Oberrabbiner von Hamburgausgenommen wurde, nach diesem Orte gereist sei; daß er aber seinen Sohn. .in Posen bei dem jetzigen Oberrabbiner, der ein Schwiegersohn des vorigensey, zurückgelassen habe". Es ist hier kein Zweifel, daß hier von Hirsch Charisdie Rede ist. Maimon erzählt weiter (S. 280): „Der Oberrabbiner, der einvortrefflicher Mann, ein scharfsinniger Talmudist und von einem sehr sanften
Charakter war, wurde von meinem Elend gerührt.Er gab mir so viel
Geld, als er bei sich hatte, invitirte mich, so lange als ich mich hier aufhaltenwürde, alle Sabbath bei ihm zu essen und befahl seinem Knaben (Jünger), daßer für mich ein anständiges Logis verschaffen solle. Der Oberrabbiner ließ mirauch neue Wäsche machen. In zweien Tagen war alles fertig. Mit reinerWäsche und einem neuen Kleide ausstaffirt, ging ich zum Oberrabbiner . . . .Für ihn war dieses ein entzückender Anblick. Er lehnte meinen Dank ab . . .Nun möchte der Leser vielleicht glauben, daß dieser Oberrabbiner ein reicherMann gewesen sey, bei dem die Kosten, die er auf mich wandte, wirklich eineKleinigkeit gewesen wären, aber ich kann versichern, daß es sich damit ganz
anders verhielt. Der Oberrabbiner hatte nur ein mäßiges Gehalt.Er
mußte dergleichen Handlungen ohne Wissen seiner Frau ausüben und vorgeben,daß ihm anders Leute Geld dazu gegeben. Uebrigens führte er für sich einsehr mäßiges Lebe», fastete täglich . . . und atz die ganze Woche über kein Fleisch.Demohngeachtet mußte er doch, um seine Neigung zum Wohlthun zu befriedigen,Schulden machen. Die strenge Lebensart, das viele Studiren und Nachtwachenschwächten seine Kräfte so sehr, daß er, nachdem er zum Oberrabbiner in Förd etFürth) ausgenommen worden, ohngefähr in dem sechs und dreißigstenJahre seines Alters, starb. Nie kann ich ohne die tiefste Rührung andiesen göttlichen Mann denken" (S. 283 f.). So schrieb der Skeptiker Maimonüber Hirsch Janow, nachdem er mit dem Judenthum völlig gebrochen hatte.Hirsch Janow starb 13.Nov. 1785 (Hähnle, Geschichte der Juden im Ansbachischen,S. 170; Abraham Trebitsch mopn I, p. 27: wamri 'o p'paa ibv) si"vpr>s rnv-aa vm.n n"::r pnz.n Mm . . . .man 'o bpa ... mb man . . . mb'.arn
,M 2 NQ.a 2 nr> .avrna 'pa ra mm h'an van 'a mva vrawvn; er war also um 1750geboren, und bei der Wahl zum Rabbiner von Posen 1776 erst 26 Jahre alt.Dieser „göttliche Mann", wie ihn Maimon nennt, hat mit seinem Collegiumin Fürth das Interdikt gegen die Mendelssohn'sche Uebersetzung ausgesprochen.Nach dieser unparteiischen Charakteristik wird man wohl nicht mehr die vagePhrase wiederholen, daß dieser Rabbiner von Fürth aus selbstischen Motivengegen Mendelssohn opponirt hat. Aber eben so wenig darf man seinem Schwieger-vater Raphael Kohen egoistische Zwecke imputiren. Sein ganzes Leben wareine Kette opfervoller Thätigkeit. Bei der Niederlegung seines Rabbinats 1799 zumLeidwesen der Gemeinden, ertheilte ihm der König von Dänemark ein Zeugnißvoller Anerkennung für seine Wirksamkeit (vm >bbpn, p, 18). Sein Schwieger-sohn L. Riesser schrieb über ihn an seinen Sohn Gabriel Riesser: „Deine Er-läuterungen über den jetzigen Standpunkt der Rechtswissenschaft habe ich wieder-holt . . . gelesen. Ich dachte mich in jene frohe Zeit zurück, wo ich deinenseligen Großvater, den auch die Regierung für einen der tüchtigsten Richterim Lande anerkannte,'das Recht mit einem heiligen Eifer ausüben sah, der mirjetzt noch Ehrfurcht einflößt; er pflegte das Recht die Stütze des Thrones Gotteszu nennen" (Jsler, Riessers Leben, gef. Schrift., I, S. 37 f.). — „Wenn ich Geldnöthig habe", sagte dein Großvater, „bete ich bei Gott ein nbi? pvv, nie bei