Wolen.
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Das Interdikt gegen Mendelssohns pentatenihnkersetznngund Wrssely's Sendschreikrn.
I. Gegen Mendelssohn.
Es ist nur im Allgemeinen bekannt, daß einige Rabbinen, „namentlich derOberrabbiner von Hamburg und der zu Fürth" den Bann gegen Mendelssohn'sVersuch, den Pentateuch in reines Deutsch zu übersetzen, geschleudert haben. Inkeiner der zahlreichen Mendelssohn'schen Biographieen sind diese Rabbinen nam-haft gemacht, und eben weil sie nicht individuell kenntlich gemacht sind, sondernals verschwommenes Abstractum genommen worden, ist das Urtheil über sie sehrungerecht. Die unparteiische Historiographie, wie sehr sie auch Mendelssohn'sdeutsche Version als einen Segen für die Hebung der Judenheit anerkennenmuß, darf die Gegner dieser Richtung nicht ohne weiteres persönlicher Motivewegen verletzter Eitelkeit zeihen, sondern muß auch hier das anäiatnr etaltera pars beobachten. Man braucht bloß die Rabbinen zu nennen, welchedamals den Muth hatten, gegen den Strom zu schwimmen, um sofort dieUeberzeugung zu gewinnen, daß nicht gemeine Triebfedern sie dabei geleitethaben, sondern daß sie bona ticke in allzugroßer Aengstlichkeit, die Religion durchdie deutsche Uebersetzung gefährdet zu sehen, gehandelt haben. Es waren dreioder vier Rabbinen, sämmtlich Ehrenmänner, charaktervolle Persönlichkeiten, tief-sittliche Naturen, deren sich das Judenthum nicht zu schämen braucht, mit einemWorte es waren: Ezekiel Landau von Prag, berühmt durch sein rabbinischesHauptwerk lsioüa di-lleünäa, fernerZewi Hirsch b. Abraham (Charif) Janow,Rabbiner von Fürth, und Raphael Kohen, Rabbiner der drei GemeindenAltona, Hamburg und Wandsbeck, Nießer's Großvater mütterlicherseits. Tervierte war Pinchas Ha-Levi Hurwitz, Vers des nutzen. Zuerst muß dieThatsache festgestellt werden, daß Diese eben Opposition gegen die genannteUebersetzung gemacht haben, dann soll eine kurze Biographie derselben darthun,baß sie nur in Unkenntniß, nicht aber aus gemeinen Motiven das Unternehmenunterdrücken wollten. Auch die Zeit des Interdikts und einige Zwischenfällesind noch nicht mit voller Genauigkeit bekannt. Die Chronologie ist nicht be-achtet worden, weil ein Adressat, an welchen Mendelssohn'sche Briefe gerichtetsind, nicht bekannt war. Der Herausgeber der Mendelssohn'schen Schriften, Prof.G. B. Mendelssohn, welcher die Briefe zusammengetragen und nach verschiedenenGesichtspunkten geordnet hat, hat zum sechsten Bande die Briefe Mendelssohn'san einen Anonymen in hebräischer und deutscher Sprache (n'Dn nw.m), erschienen