Die Ränke.
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kleinlichen Ansfall ans die Juden machte, „daß sie durch ganz Europaeinen Sturm erregt, sich an sämmtliche Staatskanzler gewendet unddadurch bewiesen hätten, daß sie nicht so wenig Einfluß haben, alsman vorgiebt." — Freilich mußten sich die Juden zusammennehmcnund eigene Thätigkeit entfalten, da die streng kirchlich-katholische Parteiin Frankreich, Italien und Belgien sich förmlich verschworen und vonoben her einen Wink erhalten hatte, die Thatsächlichkeit der Vorgängein Damaskus zu verdunkeln und die Juden im Morgenlande und inEuropa als Menschenfresser erscheinen zu lassen. In ganz Italiendurften die Schriftstücke zu Gunsten der Damasceuer Opfer und gegenRatti-Menton nicht gedruckt werden; die von Geistlichen geleitete Censurverbot es. Eine französische Zeitung hatte die getauften Juden anf-gefordert, auf ihre Seele und ihr Gewissen zu erklären, ob sie unterihren ehemaligen Glaubensgenossen oder in dem jüdischen Schriftthumcdie geringste Spur oder Vorschrift einer solchen Frevelthat gefundenhätten, die man den Unglücklichen von Damaskus aufbürdete. Meh-rere zum Protestantismus übergetretene Juden in kirchlicher Stellunghatten die Unschuld der Juden an diesem Laster betheuert, unter anderender als Kirchengeschichtsschreiber und als Mann von zarter Gewissen-haftigkeit bekannte August Neander. Von den Katholiken that esnur Einer, der Hofprediger Veith in Wien, welcher von der Kanzelmit dem Cruzifix in der Hand einen feierlichen Eid leistete, daß ander Beschuldigung gegen die Juden kein wahres Wort sei. Alleübrigen katholisch getauften Juden, die Aebte Drache), Libermann
*) ^.rslüvss Im-aslites a. a. O., p. 213. luäspsuäauos äs 1a Nosslls15. -4pr11: „Uous äsmauäsrous ä l'abbs vrnob, faäis Uabbiu st protouäeabalists, ä llabbs Ui beim au, talmnäists äistiutzme, ä I'abbs Lntis-bouus sto. lieber die Vergangenheit Drach's sind wir durch seinen Schwager,den Convertiten Simon (Hyacinthe) Deutz, der 1832 die Herzogin von Berryan die Regierung Louis Philipps verrathen hat, sehr gut unterrichtet, und esist nicht ganz bars ä'osnvrs, hier etwas davon mitzutheilen. Deutz, Sohneines französischen Orauä-Uabbiu, schrieb eine Vertheidigung seines Verrathes:„eoutsssiou äs 8. U. sur lui-iusms et sur ia eaptivits äs In äuobssse äsLsri;-" (Deutsche Uebers. Grimma, 1835). Im ersten Kapitel (S. 8) be-merkte er: „Im Jahr 1827 führte mich der lebhafte Wunsch, die MysteriendeS Katholicismus und die Organisation des Jesuitenordens kennen zulernen, vielleicht auch dis Hoffnung Rache an einem Elenden zunehmen, der meiner Schwester Liebe mit Verrath gelohnt, nachNom". Ferner erzählt er (S. 67 ff.): „Dieser Mensch, Drach vermählte sich1817 mit meiner Schwester. „Von Ehrsucht geleitet, und dem damals herrschen-den Tartüffewesen sich anschmisgend", trat er 1823 zur katholischen Kircheüber, zwang seine Kinder zur Taufe; seine Frau, die Tochter des RabbinersDeutz, entfloh nach London; nach einigen Monaten mit ihrem Gatten auSgesöhnt,hinterging sie dieser Nichtswürdige wieder, „verschwand eines Morgens, die hochGraetz, Geschichte der Inden. XI. 31