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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Die jüdischen Schriftsteller und ihre Abwehr.

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unser Verkehr" und noch höhere Personen mit Vorurtheilen." Siemeinte, die christlichen Priester hätten vortreten müssen, um dem Volkeseine Frevelthaten vorzuhaltcn.Ja, die Priester!" Z. Aber wederRahel, noch ihr Bruder Robert, noch ihr Gemahl Varnhageu, diedoch sonst für jede Kinderei so viel Worte künstelten und eine Stimmein der öffentlichen Meinung hatten, erhoben sie gegen die Gewalt-thaten und gegen die Herrschaft der Unfreiheit.

Die Juden hatten zwar bereits ihre eigenen litterarischeu Hilfs-mittel, um sich ihrer Haut zu wehren. In Deutschland allein gab esfast vierzig jüdische Schriftsteller, welche zum deutschen Publikumsprechen konnten. Zwei eigene Zeitschriften -) und auch die Tagesblätteröffneten ihnen hin und wieder ihre Spalten. Sie traten auch muthigauf den Kampfplatz, um die allzugemeinen Anschuldigungen gegen ihreStammesgenosien abzuwehren! / Zimmern, ein junger jüdischer Rechts-gelehrter in Baden, Mose Heß, Oberlehrer der israelitischen Schulein Frankfurt, und sein College Jakob Weil, I. Wolfs undGotthold Salomou, beide Lehrer an der herzoglichen Franzschulein Dessau, der Letztere später ein berühmter jüdischer Kanzelredner,der Arzt Saul Ascher in Berlin, der die Deutschthümelei nichtschlecht geißelte, L. L. Hellwitz in Werl, Elkan Heule und Andere.Der alte I. Sabbatai Wolfs ,ein Greis, für den es wenig Er-freuliches auf der Welt mehr giebt", beschwor die Regenten der Erdeum Erbarmen, daß sie verhüten mögen, daß ferner nicht mehr sounverantwortlich und ungerecht gegen die Juden verfahren werde.Auch der greise David Friedländer erhob abermals seine Stimme,geberdete sich aber possierlich, schlug die Hände zusammen ob derJudenfresser und ob der Verfolgung der Juden in Deutschland imneunzehnten Jahrhundert und konnte nicht begreifen, er, der dasChristenthum und den Staat für Ideale hielt, daß diese Götter so vielUnflath um sich werfen könnten. Er wendete sich an die Gräfin vonder Recke und erinnerte sie an die Zeit, in welcher hochgestellte Christenmit Juden harmlos verkehrten und sich an einander bildeten, esklang wie ein verschollenes Märchen aus grauer Vorzeit. Aber alle

Z Sie, eine unselige Kassandra, wie sie sich so gerne nannte, wollte schondrei Jahre vorher immer prophezeit haben: Die Juden werden gestürmt werden.W. Freund, Judenfrage in Deutschland I, S. 181 f. Nur allzugroße Bewun-derung für die Wortkünstlerin Rahel gab Moritz Veit dis lästerliche Vergleichungein: Rahel habe ihre Wahlverwandtschaft mit dem Geist der Propheten bekundet.Das. S. 183.

2) Lulainit, herausgegeben von David Frankel seit 1806, llsüülsa, heraus-gegeben von Heinemann seit 1817.