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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Geschichte der Juden.

minder als in Oesterreich, war die Bevölkerung mehr noch als dieFürsten bis zur Verblendung gegen sie eingenommen. Damit eineösterreichische Stimme in dem Gesammtspiel des Judenhasses nichtfehle, hetzte auch ein deutsch-österreichischer Beamter, Joseph Rohrer(1804*), gegen dasJudenvolk". Er entwarf ein grauenhaftes Bild,namentlich von den galizischen Juden, ohne auch nur anzudeuten, daßder galizische Bauer noch viel niedriger stand, und der Adel noch un-vergleichlich tiefer entartet war. Paalzow, Grattenauer, Buchholz,Rohrer, und wie sie alle hießen, haben ihr Vorhaben durchgesetzt. Audie Einbürgerung der Juden in Deutschland war nicht so bald zudenken. Nicht einmal die Aufhebung des Leibzolls konnte Breiden-bach bei allem Eifer überall durchsetzen. Er erhielt sich noch ineinigen deutschen Gebieten als trauriges Andenken und Schandmal.Die Zähigkeit des deutschen Judenhasses konnte erst durch grausigeStrafgerichte über das deutsche Volk allmälig gebrochen werden.Kanonen mußten erst die verrotteten, eingewurzelten Vorurtheile zumWeichen bringen.

i) S. darüber Note 5.