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11 (1900) Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelsohn'schen Zeit (1750) bis in die neueste Zeit (1848)
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Bonaparte in Palästina.

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die Jerusalemer scheinen diesen schmeichelnden Worten nicht geträntoder von dem Aufruf keine Kunde erhalten zu haben. Es war wahr-scheinlich auch nur ein Verführungsversnch Bonapartes, darauf berechnet,den jüdischen Minister des Pascha von Akko, Namens Chajjim MaalemFarchi (ermordet 1820), die Seele der Verteidigung der wichtigenMeeresfestnng Akko, für sich zu gewinnen. Dieser jüdische Staats-mann, dessen Vater Sanl Farchi Finanzminister des Pascha vonDamaskus gewesen war, hielt nämlich treu zu seinem Herrn G'ezar,obwohl dieser ihm in seiner grausamen Art ein Auge verstümmelthatte. Unter den Titeln Kasnadar, Sarraf, Kjaja leitete Farchi denKrieg gegen die Franzosen und unterstützte den Kampf der Engländergegen sie. Beliebt bei der mohamedanischen Bevölkerung wie bei derjüdischen, hätte er durch Anschluß an Bonaparte dem syrisch-egyptischenFeldzuge eine andere Wendung geben können. Wäre Bonaparte derPlan gelungen, Syrien dauernd zu erobern und den Krieg in dasHerz der Türkei zu werfen, so hätte er vielleicht der jüdischen Nation,auf die sich die Franzosen hätten verlassen können, eine Rolle zuertheilt.

Die Belagerung von Akko führte eine andere Entscheidung herbei.Sie begann mit Mißerfolg und hätte für die Franzosen und Bona-partes Ruhm gefährlich werden können, wenn die türkische Armee, dievon Galiläa herniedergestiegen war, sich hätte Akko auf der Land-seite nähern können. Aber Bonapartes Feldherrnblick und der todes-verachtende Muth der französischen Soldaten, beseitigte die Gefahr(16. April). In der Ebene Esdrelon am Berge Thabor, wo vonden ältesten Zeiten an viele Schlachten geliefert worden waren, siegten4000 Franzosen über ein sechsmal stärkeres türkisches Heer und be-reiteten ihm eine vollständige Niederlage. Aber Akko konnte Bona-parte doch nicht einnehmen; er mußte die Belagerung anfheben undsich nach Egypten znrückziehen. Bonapartes Erscheinen in Palästinaglich einem schrecklichen Meteor, das nach angerichteten Verwüstungenwieder verschwindet. Sein Traum, Kaiser des Morgenlandes zu werdenund den Juden Jerusalem wiederzngeben, verflog rasch. Bald wetzteer die erlittene Scharte ans. In der Schlacht bei Abukir (Juli),einer seiner glänzendsten Waffenthaten, rieb er ein zahlreiches türkischesHeer wie eine Heerde Lämmer ans. Während alle Welt ihn mitEroberuugsplänen im Orient beschäftigt glaubte, landete er in Frankreich,

Isar cksrnsalem, gas Louaxarts a oongnis la 8;'ris, il avait cts plusvastes ässsins ... äs maroder sur (loustantinoiäs, panr .jstsr äs I'sxon-vants äans Visuns st ?stsrsbonrg'. lieber Chajjim Farchi s. 6armol^, Ilsvnsorisnt., Jahrg. 1841, S. 2 fs.; Lebrecht in, Magazin für die Lit. des Auslandes,Jahrg. 1850, S. 461 f. 503 f., Orient, ders. Jahrg., Litbl., col. 728 Forts.