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ausgesprochenen Urtheilen. Uebrigens habe ich von selbst in derenglischen Uebersetzung meiner Geschichte, welche sich jetzt unter derPresse befindet, die vor 1870 wahren, jetzt aber unwahr ge-wordenen Urtheile geändert." Von diesem Gesichtspunkte aus hatdenn auch der Verfasser, der bekanntlich zwar ein begeisterter natio-naler Jude, dabei aber auch ein vortrefflicher preußischer Patriotgewesen ist, bereits in seiner 1887 erschienenen „volksthümlichenGeschichte" die deutschen Ereignisse aufgefaßt und dargestellt, unddiesen zuletzt für ihn maßgebenden Anschauungen bin ich überall,soweit es der Zusammenhang irgend gestattete, wörtlich gefolgt.
Ich habe ferner nicht Bedenken getragen, nach derselben Vor-lage diejenigen Personen, die in der ersten Auflage erwähnt undnur darum, weil sie damals noch am Leben waren, nicht genanntworden waren, mit ihrem Namen anzuführen und die in der „volks-thümlichen Geschichte" über sie gefällten Urtheile dem Texte einzu-fügen.
Endlich habe ich die kurzen Bemerkungen des Verfassers, diesich in der genannten Darstellung auf die Ereignisse nach 1848 be-ziehen, der vorliegenden Auflage einverleibt. Dagegen habe ich michselbstverständlich nicht für befugt gehalten, Personen und Ereignisseheranzuziehen, über welche gedruckte oder handschriftliche Urtheiledes Verfassers nicht vorliegen.
Einige wesentliche Berichtigungen und Zusätze verdanke ich demum die jüdische Wissenschaft hochverdienten Gelehrten S. I. Halber-stam, der, wie ich in dieser Stunde vernehme, gestern ebenfalls zurewigen Seligkeit eingegangen ist. Sein Andenken bleibe zum Segen.
Die siebente Note über die „Massentaufen" ist das Werk meineshochverehrten Freundes, des Herrn Sanitätsrath vr. S. Neu mannin Berlin. Es sei ihm auch an dieser Stelle für diesen belehrendenBeitrag herzlichster Dank abgestattet.
Breslau, 25. März 1900.
vi. W. Wrann.