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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Note 12. '

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ganz frei gesprochen und jedes Wort in ihm auch des von ihm so gebrand-markten aipm als inspirirt geglaubt. Glaube und Kritik sind bei Jabez

miteinander im Kampfe begriffen. Seine letzte Argumentation für die Echt-heit des Sohar im engeren Sinne steht daher auf sehr schwachen Füßen: derSohar müsse mindestens älter als Mose de Leon sein, da Bachja b. Ascherin seinem Commentar (von 1291 ) eine Stelle daraus citirt, nämlich zu Levit.22 , 22 : 2212 n .11.1 22» . . i»»2i b»2'O 21 2'vo» wu '2 '2-»i '"222 ill- 1222221w' i»22". Allein das beweist entweder zu viel oder zu wenig. Denn geradedieser Passus kommt im Sohar (II. x. 113 ) in der Partie »uomv »",2 vor, dendoch Jabez Mose de Leon vindicirt! Also müßte auch diese Gruppe alt sein,was aber gegen Jabez' Annahme läuft, da gerade in dieser Partie die ver-rätherische Deutung von LsuoZa, vorkommt. Es ist aber nicht das einzigeCitat bei Bachja aus dem Sohar. Gleich im Anfang wird eine Stelle ausihm angeführt mit derselben Einleitungsformel: 21 -pp: '2'»2 '"222 ie- 1222221i»t>2 11 p2».i . . . i>»2'2 (aus Sohar I. p. 46 b). Allein man erwäge

Folgendes. Hätte der Sohar Bachja b. Ascher bei Abfassung des Commentarsbereits Vorgelegen, so würde er sich nicht auf so wenige Auszüge beschränkt,sondern zu seinem eklektischen Zwecke eben so viel daraus benutzt haben, wieRekanati. Diese Citate sind daher weiter nichts als Randglossen eines Copisten.Jabez' Hauptbeweis für das hohe Alter des eigentlichen Sohar tst demnachohne Kraft.

Auch die Unterscheidung zwischen dem eigentlichen Sohar und dem HajoNöbswuis. (und den mit Recht von Jabez damit identificirten p:ip2) läßt sichkritisch nicht festhalten. Denn ganze Stellen in der einen Gruppe kommen auchin der andern vor. Beispielsweise sei Folgendes angeführt. Der scheinbar sotief mystische Anfang des Sohar (in ver Ed. Cremona, in der Vulgata nachder Einleitung I. x. 564 ), aus dem so viel Wesens gemacht wird: »2112212 2-12

» 221 p glv p »2 » 2"22 . . 2'22 12 p '211 » 21122 P 2 » 1'212 2 »^p »2222 ' 21^2 1 's :2 »2I22121 221» »ii UM »^ »PIP2 P'VI »2^122, dieser Passus kommt mehrere Male in denlilrunim vor (V. Anfang x. 15 u): 222 22 »21122,22 »i'ri2 »2^122 »00:221.2 2222

2112 »b ' 2'»1 » 2 PIP 2 P 1 P 1 » 2 ll 22 » 22 VP 222 » 2 pp 1 . . . 2'222 1 p 21'2 p '21 »N '22

auch XVIII. x. 36 b. und a. St. Ein Passus des Sohar über angeblichalte mystische Schriften (in der Cremoneser Edition 1 . col. 173 ): 212212 iso 21121 11222 »222,, '»222122 '22 »222 »22 »21222 222 »222, PI» P222 »22 »22 . . . 22»ist wiederholt und weiter ausgeführt in HbuniiQ (Xo. I-XX. x. 135 b). Dieweitläufigen Ausführungen einer wunderlichen Art von Physiognomik, welchebald an den Vers 22» 1212112 220 21 und bald an 2122 22m angeknüpft wurden,in Sohar II. x. 70 78 , in Lobar Gbaäasob. Amst. x. 27 31 und inPtbuuiva Xo. I-XX. x. 120 a. sf.) gehören als Fragmente eines einzigenStückes zusammen. Der lange Excurs in den Diburäm stand in einem LIs.inmitten des Sohar, wie die Annotatoren zur Amsterd. Edition bemerken. Dieganze Einleitung zum Sohar mit den Deutungen der Gebote (in der Vulgata,in. 6 rsm. in anderer Ordnung erst von eol 17 an), dieses ganze Stückgehört seiner Natur nach dem »i.2'22 »"-2 an, der bekanntlich die Deutung derP21P-! zu seiner Domäne gemacht hat. Wer will da noch zwischen Sohar undden übrigen Partien unterscheiden? Ich verweise noch auf das Citat (0. S. 426 )bei Todros Abulafia, das gerade dem oipm 2222 angehört, der nach Jabezentschieden gefälscht sein soll und doch von Todros als alter Midrasch anerkanntwurde! Warum sollte auch die eine Gruppe echter oder älter als die andere sein?Sie berufen sich sämmtlich auf Simon b. Jocha'k, auf seinen Kreis und auf tal-

Graetz, Geschichte der Jude». VII. 28