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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Note 12.

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77 N INN 777 7L77 'NN,' ;7 PP7L' >1 '777 7L7V' 7^7^77 v'77'777 .lim. Drei Momenteführt del Medigo gegen die Echtheit an, oder läßt er von den Gegnern derKabbala dagegen geltend machen: I) die Unbekanntschafl des Talmud, derGaonen und der Rabbinen aus der Blüthezeit mit dem Sohar und seinemInhalte; 2> seine Veröffentlichung in so später Zeit; 3) die vielen Anachronismen,die darin Vorkommen, indem darin amoräische Autoritäten mit dem TonartenSimon b. Jochäi in unmittelbarem Verkehr aufgeführt werden. Noch ent-schiedener trat gegen die Echtheit des Sohar, sowie gegen die Kabbala über-haupt, der italienische Rabbiner Leon di Modena auf in einer scharf-gespitzten polemischen Schrift (777 '7.1, zuerst erschienen Leipzig 1844 ). Indessenhielt er sich nur bei allgemeinen Kriterien auf, ohne tiefer auf den Inhalt desSohar einzugehen und daraus kritische Beweise zu ziehen. Inzwischen gewannder Sohar durch seine Verbreitung vermittelst der geschäftigen italienischenTypographie immer mehr Anhänger und Verehrer (zuerst wurde edirt 7>p7L>in, 71,77, Mantua 1558 , dann der eigentliche Sohar zugleich Mantua 155868und Cremona in Folio 1559 60 ). Zwar erhoben sich damals gewichtigeStimmen, welche den Druck des Sohar verhindern wollten Unter Anderemmachten sie geltend, daß der Sohar zur Ketzerei führe und darum geheimgehalten oder gar verbrannt werden müsse, wie aus der Apologie für denSohar von Isaak b. Immanuel de Lates, damals Rabbiner von Pesaro,hervorgeht (in den Rsssp. desselben, Ed. Wien 1860 p. 124 ff.): 77777 77: ,777,7,3^77 .-w'-w 717737 7,77 7 pi-o 77117 77-177 77x7 ,3^77 ; dann heißt es

(p. 126 ): p»e> ' 7 'L 7 , 7 ,:' 3 h n' 7 ' 7.7,17 ;,'P 7 >7 ,7,7m .777 w'7,73 7.7.3 v" i,p37,77 7 P 77 7-773 ,n 7 , 77 . Isaak de Lates, der Ritter für den Sohar, trugaber den Sieg davon, und mit seiner Approbation versehen, erschien die Man-tuaner Ausgabe. Auch Christen wurden auf ihn aufmerksam durch den genialenQuerkopf Pico de Mirandola und den Cardinal Aegidius von Viterbo,den Jünger des Elias Levita. So unerschütterlich fest stand die Autoritätdes Sohar in der zweiten Hälfte des sechszehnten Jahrhunderts, daß selbst dererste jüdische Kritiker As aria del Nossi aus ihm das hohe Alter der hebräischenVokal- und Accentzeichen bewies, während umgekehrt die Bekanntschaft mitdiesen Zeichen im Sohar dessen Jugend verräth. Bis ins achtzehnte Jahr-hundert hinein wagte Niemand an der Echtheit des Sohar mit Simon b.Jochai als Verfasser auch nur einen leisen Zweifel zu hegen.

Die Bewegung, welche der pseudomessinnische Schwindel des SmyrnaersSabbataä Zewi in Asien und Europa hervorgerufen hat, war für die Kritikdes Sohar ein Wendepunkt. Weil die Sabbatianer dieses Schriftwerk als ihrGrundbuch betrachteten, aus ihm antibiblische und antitalmudische Konsequenzenzogen, selbst christliche Dogmen in ihm fanden und die heillose Verwirrung derApostaten in Polen verursachten, wurden selbst die Stockorthodoxen gegendasselbe mißtrauisch. Der kenntnißreiche, aber heftige Jabez (Jacob b. ZebiEmden) unternahm einen kritischen Feldzug gegen einige Bestandtheile desSohar in einer eignen Schrift (7-7777 77733 Altona 1763). Seine Beweisführunggeht ins Detail. Jabez weist gründlich nach, daß der Sohar Bibelversefalsch citirt, Talmudstellen verkennt und manches Rituale enthält,das erst von späteren rabbinischen Autoritäten (7-,70-7) aufgestellt wurde oderdurchaus falsch ist. Er hebt ferner hervor, daß der Sohar die Kriege derKreuzfahrer gegen die Mohammedaner wegen des Besitzes von Palästina kennt(Sohar II. 32s.), daß er philosophische Termini aus der tibbonidischen Ueber-setzung des ülors (wie 7 ,i>p.i 7)--, esuss osussrurn) gebraucht, und daß er