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Geschichte der Juden.
hatten die syrischen und asiatischen Juden in derselben Zeit eine günstige Lageunter dem Mongolen-Chan Argun, und auch aus andern Ländern sind damalsviele Juden nach Asien ausgewandert, (vergl. solgende Note,. Wie dem auchsei, die Auswanderung des Meir b. Rothenburg mit seiner Familie und seinenGenossen in demselben Jahre bildete einen Theil der massenhaften Auswan-derung. Um gar keinen Zweifel darüber walten zu lassen, kommt der Ausdruck,.übers Meer" (ultra, rua-rs) in den kaiserlichen Urkunden auch in der Notizüber Meärs Auswanderung vor (e-n iwxb mexs qeeb olr). Er erwartete inder Lombardei noch Andere, welche mit ihm auswandern wollten, wie dieselbeNotiz angiebt. War also der angesehene Rabbiner Deutschlands dabei be-theiligt, so muß er an der Spitze der Unternehmung gestanden haben.
Dadurch ist nun Vieles erklärlich. Der Kaiser Rudolf war über bie Emi-gration der Juden ungehalten, weil er ganz einfach seine Finanzquelle nichtauswandern lassen mochte Darum brachte er die größte rabbinische Autoritätjener Zeit in Haft, als sie ihm durch den Stadthauptmann von Görz aus-geliefert worden war, damit er an ihr ein Unterpfand für das Verbleiben derdeutschen Juden im Lande haben sollte. Ich sage in Haft; denn im Kerkerwar Meir v. Rothenburg keineswegs. Seine Jünger durften ihn besuchen und nachwie vor unter ihm ihre Talmudstudien machen. Einer seiner Jünger arbeiteteunter seinen Augen in der Hast in Ensis h eim ein Ritualwerk aus, wie Asulaiaus einem Ms. des p"eL>.e, d. h. P 112 ;e pe-:ee> nun, bezeugt (s. v.): '"e peeeeeno-snr nipe enn eme.e be?e-. Eine Menge gutachtlicher Bescheide auf
an ihn gerichtete Anfragen sind von ihm aus der Haft in Ensisheim erlassen,o'unm b-MQ ne'n n"nn 2 d (emr>) mee -am (Rssxx. in der Jesnitzer Ausgabedes eeve zu nnr>n nieh.e Nr. 30); das. zu v'se rm'ae Nr. 14: NN 1 N e-nL'Mm eeive>eeeh mee; 'das. zu 'n Nr. 60 klagt er über seine Haft, die schon
Z'/z Jahr dauerte: >n>'n eee eure '5? c'pftn v'poien -ere: neeenne' nrm an:
beo neean m,'n nrn .21 euw "2 ni e-nno nbi nrebr q^nn evv xnv '-rd nv >e . enb-pne ne nm 2 nennen nsipon .eens. Lesxp. Meir von Rothenburg Edition Lemberg1860 llir. 151: qb e'pnpiv i'n'e> prne neun mbe-h xr^DeN -Ne- nin.n^i e'pn: enn'e:wese . . epue '.n nn ne' e'eesewei mpen umnn inninei -eeew nN 'nese im 'nv'sne:pne ne i'-nv eeewe ^epse nennen erqevn eeiw be.e eewse '-'-e qe^Lwieh ne. Vergl.noch Hagahot Maimuni, von seinen Jüngern ausgearbeitet zu .nun '.n, zu '.n>':ew nx'np und andere Stellen, wo Bescheide von ihm aus dem Thurme vonc-ewens'-n (soll heißen e"ne-nv-<) mitgetheilt werden. In einem Rssxonsurups,e nieb.n heißt es, Meir von Rothenburg habe seine Novellen zu Dada. Llsslain der Hafr ausgearbeitet: enne-mm bes:ee ;uemn '°>e nwnee (nmei 'n) ene ne-n.Seine Verhaftung war also keineswegs eine Strafe, sondern mehr eine Ver-sicherung seiner Person, damit er nicht wieder „übers Meer" auswandere undviele Juden nach sich ziehe. (Daß der Haftort Ensisheim im Colmarschenwar, ist nach den ausgezogenen Citaten unzweifelhaft.
Es bleibt noch ein Punkt aufzuhellen übrig, was von der Nachricht in derCollmarschen Chronik zu halten sei, daß die Juden 1288, also zwei Jahre nachder Verhaftung, dem Kaiser für dessen Befreiung und für andere Genugthuung20,000 Mark geboten, und der Kaiser ihn in Freiheit gesetzt habe. Wir wissenaus der Angabe der Grabschrift und anderen authentischen Notizen, daß er biszu seinem Tode und noch darüber hinaus in Haft blieb. Wie ging das zu?Hier fügt sich die von Salomo Luria tradirte Nachricht gut ein, daß Meir v.
*) An die Städte Worms, Speier, Oppenheim und in der Wetterau sinddergleichen Befehle ergangen von dem gleichen Inhalt und Datum.