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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

Don Pedro erklärte öffentlich vor der Cortesversammlung vonSevilla, daß seine Ehe mit der Bourbonin Blanca ungesetzlichgewesen sei, indem er sich vorher auf rechtmäßige Weise mit Mariade Padilla vermählt habe, und stellte Zeugen dafür auf. Diese,darunter auch Geistliche, betheuerten diese Thatsache mit einem Eide. Sein Bastardbrnder Don Heinrich de Trastamara war froh, durchden Tod der Blanca und dessen Folgen eine Gelegenheit bekommenzu haben, Bundesgenossen zur Entthronung des rechtmäßigen Königszu gewinnen. Die Bourbonen in Frankreich und auch der Königsagten ihm Hilfe zu und ließen für ihn die wilde Abentenrerschaarder sogenannten großen oder weißen Compagnie anwerben, welchenach Beendigung des Krieges mit England das französische Gebietunsicher machten. So konnte der König von Frankreich zwei Fliegenmit einem Male schlagen. Auch der Papst unterstützte den Bastard,weil ihm Don Pedro's Gunstbezeugung gegen die Juden ein Dornim Auge war. Er that den König von Spanien ohne Weiteres inden Bann.

Um seiner Empörung einen Anstrich von Gesetzlichkeit zu gebenund die Gemüther für sich zu gewinnen, schwärzte Don Heinrichseinen Bruder vielfach an und schilderte ihn als einen Unwürdigender die Krone verwirkt habe, weil er seine Staaten durch Indenregieren ließe, ihnen und ihrer Religion anhänglich sei. Don Heinrichging in der Verleumdung seines Bruders so weit, zu verbreiten, daßnicht nur dessen Geliebte, Maria de Padilla, eine Jüdin gewesen sei,sondern daß Don Pedro selbst von jüdischem Blute abstamme. Ererzählte folgendes Märchen: Alfonso Xl., ihr gemeinsamer Vater, seimit seiner Gattin sehr unzufrieden gewesen, weil sie ihm lauter Töchtergeboren habe. Als sie einer neuen Niederkunft entgegensah, habe erihr mit seiner Ungnade gedroht, falls sie ihm diesmal nicht einenSohn zum Thronerben schenken würde. Als nun die Königin Mariawieder von einem Mädchen entbunden wurde, habe sie ans Furchtvor dem Zorn des Königs ein neugeborenes jüdisches Kind anstatt

mordung der Königin durch Juden (Menard x. 161 f. und 346 f.) verstoßengeradezu gegen die beglaubigten Nachrichten bei Ayala und bei Flor z: Rszmasoabliolivas II. p. 631. Die Verherrlichung des Du dussolin, die Beschöni-gung seines Gemetzels in Spanien und die Brandmarkung des Don Pedro,als von den Juden verführt, ist Haupttendenz dieser französischen Nomanzen.Manche Erdichtungen rühren geradezu von Don Heinrich her, der seine Rebelliongegen seinen legitimen Bruder und seinen Kronenraub damit beschönigen wollte,daß er Spanien aus den Griffen der Juden befreit habe, wie sich auch auseiner andern Quelle ergiebt. Jedenfalls ist daraus zu ersehen, welchen be-deutenden Einfluß die Juden in Spanien hatten.