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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

nach wie vor anhänglich, und er ertheilte einigen unter ihnen großeAuszeichnungen. Dafür mußten sie den Haß seiner Feinde gegen ihntheilen und wurden für seine Unthaten verantwortlich gemacht. DonPedro ging damit um, seine ihm verhaßte Gemahlin aus der Weltzu schaffen und forderte den Gefängnißwärter Ortiz de Zunigaauf, ihm diesen Dienst zu leisten. Da dieser die Zumuthung zurück-wies, so übertrug der König einem niedrigen Trabanten Perez deRebolledo das Mordgeschäft (1361). Ob die Königin eine Heiligeoder eine Jntriguantin war, ob sie den Tod verdient oder nichtverdient hat, die Art ihres Todes bleibt ein Schandfleck in DonPedro's Leben. Aber so sehr auch der Chronikschreiber de Ayala denJuden abgeneigt war, so hat er doch in seiner Chronik mit keinemWorte angedeutet, daß einer von Don Pedro's jüdischen Günstlingenan dieser Schändlichkeit betheiligt gewesen wäre. Erst später erfandder Judenhaß allerlei Märchen, um des Königs jüdische Parteigängerin die Blutschuld mit hineinzuziehen. Es wurde gefabelt: ein Judehätte der Königin Bianca auf Befehl des Königs Gift beigebracht'),weil sie darauf bestanden hätte, die Juden aus dem Königreich zuvertreiben. Eine französische Romanze, welche die Thaten und Un-thaten französischer Abenteurer an Don Pedro und den Inden aus-schmücken wollte, begründet den Tod der Königin durch eine jüdischeHand auf eigenthümliche Weise.

Die Königin Bianca sei über einen Juden, ihren Vasallen, auf-gebracht gewesen, weil er es gewagt habe, an ihrem Huldigungstagemit anderen christlichen Rittern ihr, dem Brauche gemäß, die Wangezu küssen. Obwohl sie sich anfangs von ihm diese Huldigungsceremouiehabe gefallen lassen, habe sie sich doch später dadurch so sehr be-schimpft gefühlt, daß sie nicht nur ihre Wange und ihren Mund mitheißem Wasser abgewaschen, sondern auch beabsichtigt habe, den zu-dringlichen jüdischen Ritter hängen zu lassen. Dieser habe sich aberzu Don Pedro geflüchtet, sei von ihm freundlich ausgenommen wordenund habe sich bereit finden lassen,diesen Dorn aus des Königs Fuß"herausznziehen. Aus Nachegefühl und Willfährigkeit für Don Pedro'sWunsch habe dieser Jude einige seiner Stammesgenossen um sich ge-sammelt, sei mit ihnen bis zum Schlafzimmer der Königin gedrungen

aors, rauncki 1385 verdächtigt sie ohnehin, da Don Pedro gerade indiesem Jahre die Juden brauchte.

') lilorss, Rszmas aatbolicaa II. x. 831. Der Gewährsmann RodrigoBischof von Valencia lebte erst im XV. Laso. Der moderne spanische Ge-schichtsschreiber Don Modesto L afuente erzählt den Tod der Königin Bianca,wie oben angegeben, 1?. VlI. x. 243.