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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

ihn durch das Leben leiten. Der König ermahnt und befiehlt amEnde dem Gläubigen und dem Philosophen, nicht mit einander zuhadern, sondern sich wie ein Zwillingspaar zu vertragen, einanderbeizustehen, die Schwächen des einen Theils durch die Stärke desanderen zu stützen und zu kräftigen.

Isaak Pulgar (blühte um 13001349^) vielleicht aus Avila,der Streitschriften und Epigramme mit dem judenfeindlichen TäuflingAbner-Alfonso wechselte (o. S. 290), hat in diesem Dialog und über-haupt in seiner Schrift:Hilfe für die gefährdete Religion"den besten Willen gehabt, den Gegensatz zwischen dem Glauben undder damaligen Philosophie zu versöhnen. Allein weder der Macht-spruch seines Königs von Jerusalem, noch seine Gründe konnten dieKluft ausfüllen. Isaak Pulgar war für sich von der Wahrheit desJudenthums mit allen seinen Einzelheiten fest überzeugt und fandden Widerspruch zwischen Glauben und Wissen nicht so schroff, daßer nicht ausgeglichen werden könnte. Jeder wahrhaft philosophischGebildete, meinte er, beobachte sämmtliche Religionsvorschriften, weilsie mit der Vernunft übereinstimmen. Nur die Anfänger, die Halb-philosophen, die es nicht zur Reife des Denkens gebracht haben, dieseverwerfen manche Ritualien und sprechen verächtlich von den jüdischenGesetzgebern 2). Isaak Pulgar redete daher sowohl der strenggläubigenFrömmigkeit als dem vernunflmäßigen Denken das Wort mit großerWärme. Sein Hauptwerk zur Rechtfertigung des Judenthums gegenHalbwisser, Ungläubige, Astrologen und Christen hat eben diesen Zweckim Auge. Allein er vermochte bei aller Anstrengung und allenrednerischen Mitteln nicht, diese Ueberzeugung Anderen beizubringen.Ein Geistesverwandter des Schein-Tob Falaquera (o. S. 215), besaßer nicht die logische Schärfe, um auch nur den Gegensatz in all seinerUnversöhnlichkeit zu erkennen, geschweige denn, ihn zu heben. Nur hinund wieder entwickelte Pulgar gesunde Gedanken, namentlich in seinerBekämpfung der kabbalistischen Alfanzereien^) und der astrologischenAlbernheiten 4). Er widerlegte schlagend den Einwurf gegen das

') Vergl. über ihn und seine Schriften Note 13.

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b) Das. vergl. Note 13.

Das. III. in einem Dialog zwischen einem Astrologen (1211) und einem