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Geschichte der Juden.
castilianischen Gemeinden feierten darauf ein neues Rettungsfest indemselben Monate, in dem auch die Bosheit Hamans gegen dieJuden auf sein eigenes Haupt gefallen war. Alfonso wandte seit derZeit den Juden wieder seine Gunst zu und erhob Mose Abudiel zueiner hohen Stellung an seinem HofZ.
Alfonso XI. blieb seitdem bis zu seinem Lebensende gerecht gegendie Juden. Obwohl die Cortes Klage gegen sie führten und von ihmBeschränkung ihrer bis dahin genossenen Rechte verlangten, ging erdoch nicht darauf ein. Er verbot zwar den Juden, wie den Moham-medanern, den Wucher überhaupt und ließ die Schuldscheine vernichten,aber er gestattete, trotz vielfacher Petitionen, daß Juden Ländereienerwerben durften und zwar diesseits des Duero bis zum Werthvon 20,000 Maravedis (über 3000 Thaler) und jenseits sogarbis 30,000 2).
Mau sollte glauben, daß die Juden unter diesen, im Ganzennicht ungünstigen Verhältnissen ihre bereits zur Vollblüthe entfalteteGeistescultur weiter gefördert hätten; dem ist aber nicht so. GeradeCastilien und überhaupt Spanien war in diesem Zeiträume arm, sehrarm an Pflegern der jüdischen Wissenschaft. Der Talmud war daseinzige Fach, das die denkenden Männer anbauten, aber auch diesesnicht mit besonderer Fruchtbarkeit. Es zeigte sich auch im Talmud-studium eine Kraftabnahme. Die geachtetsten Rabbinen dieser Zeitsetzten selbst so viel Mißtrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, daß
*) Die Nachricht von diesen Thatsachen beruht zwar auf der einzigenQuelle Lollsbst llslluäa Xc>. 10; allein da der politische Theil darin durchwegmit der oronisa Xltonso XI, übereinstimmt p. 181, 197, 203, 204, 206—8,so ist kritisch nichts dagegen einzuwenden. Tie Züge von der Erhebung desGonzalo Martine; zum Großmeister von Alcantara, von der Kriegsrüstung desAbumelik, Sohnes von Adulhassan: Ho Hs.v p o-.n
w'vio (so zu lesen statt: i-uwu), von dem Erzbischos im pi, von den Um-
ständen des Todes des Abumelik, von der übermüthigen Empörung des Mar-tine;, alle diese Züge sind so treu geschichtlich gehalten, wie sie nur ein Zeit-genosse geben konnte. Darum sind auch die anderweitig nicht documentirtenZüge als geschichtlich anzusehen. Zacuto deutet dieses Factum nur kurz an:m vni NL'VV VL--S UMI n-i-LL-pL L'IM'N io Iirii (p -,i) nrin ML-L. So inden alten Ausgaben, in der Filipowskischen dagegen (x. 224 a.): isw um, —vs vni mm Pp) ms- vL-°o. — Der letzte Passus ist wohl corrumpirt stattm oni ciL-xv. Nach der jüd. Datumangabe 5100 müßte man annehmen, daß dieVorgänge in der Zeit vom 18. Sept. bis 31. December 1339 vorgefallen seien.In der alten Ausgabe ist fälschlich Joseph de Ecija um 1349 — 50 gesetzt, inden neuen dagegen richtig: m-omi -ivv pi iL>n m.n m omp, <das.),
") Oräsuornisräo äs Isz-'ss c>us Don Xltonso bir:o su las eortss äsUsiiarss aüo 1348, herausgegeben von de Asso (der lange Titel o. S. 142Anmerkung I. Titel XXIII. Z 2 x. 53 f.)