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Geschichte der Juden.
Juden. Als er es zum Minister des königlichen Hauses und spätergar zum Großmeister des Ordens von Alcantara gebracht hatte (1337),rückte er mit dem Plane heraus, die Juden zu verderben. Er erhobeine förmliche Anklage gegen Don Joseph und Don Samuel Jbn-Wakar: daß sie sich im Dienste des Königs bereichert hätten. Ererhielt in Folge dessen vom König die Vollmacht, mit ihnen nach Be-lieben zu verfahren, um von ihnen Schätze zu erpressen. Darauf ließGonzalo diese Beiden mit zwei Brüdern des Jbn-Wakar und nochacht Verwandten sammt ihren Familien in den Kerker werfen undzog ihr Vermögen ein. Don Joseph de Ecija starb im Kerker, undDon Samuel erlag der Folter, welche gegen ihn angewendet wurde.Das genügte aber dem Judenfeinde noch lange nicht. Zwei Juden,die dem Hofkreise nahe standen, suchte er ebenfalls zu stürzen: MoseAbudiel und (Sulaiman?) Jbn-JaischZ. Er verwickelte sie ineine Anklage, stellte sich aber sehr freundlich gegen sie. Durch ihrenSturz gedachte Gonzalo Martinez seinen boshaften Plan gegensämmtliche castilianische Inden leicht ausführcn zu können."' Jndeßgelang es den Angeklagten, sich durch eine hohe Geldsumme von derAnklage zu reinigen. Es bot sich aber eine andere Gelegenheit, dasVerderben der Juden in Vorschlag zu bringen.
Der maurische König von Marokko, Abulhassan (Alboacin), vonseinen bedrängten Glaubensgenossen in Granada zu Hilfe gerufen, hatteein zahlreiches Heer unter seinem Sohn Abumelik über die Meer-enge setzen lassen, um zunächst Castilien hartnäckig zu bekämpfen, esdem Kreuze zu entreißen und dem Halbmond zu unterwerfen. Schreckenverbreitete sich bei dieser Nachricht im christlichen Spanien. DerKönig Alfonso ernannte darauf Gonzalo Martinez, als Ordensmeistervon Alcantara, zum Feldherrn in diesem Kriege mit königlicher Voll-macht. Aber es fehlte an Geld. Bei der Berathung, wie dieses zuschaffen sei, rückte Gonzalo mit seinem Vorschlag heraus, den Judenihre Reichthümer zu nehmen und sie noch dazu aus Castilien zu ver-bannen. Dadurch würden dem Könige bedeutende Geldmittel flüssigwerden, denn auch die von den Juden geplagten Christen würden gernbedeutende Summen dafür geben, um ihre Feinde los zu werden.
*) Der in 8obsbsb,Isbnäa Xo 10 genannte r."p' p bmvv scheint identischmit p (das. p. 18), mit dem pi Benveniste als Deputirter
bei Hofe aufgeführt wird. Ein Sulaiman b. Jaisch hat in der ersten Hälftedes XIV. Jahrh. gelebt, da ihn Gatigno in seinem Supercommentar iwaü-n (Ns. Bl. 5) citirt: 'iisv.n pi oron. Ist die Identität
richtig, so muß man an der Hauptstelle Xo. 10 statt d. h. Su-
laiman, lesen.