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Geschichte der Juden.
de Lünel i), welcher der erste Beförderer eines frischeren Geistes inSüdfrankreich war (VI 223), und andererseits war er mit denTibboniden verwandt und lernte von Hause aus, Judenthnm undWissenschaft als zwei Zwillingsschwestern kennen, die sich aufs Bestemit einander vertragen. Wie alle gebildeten Juden in jener Zeitkannte er das jüdische Schriftthum, Bibel und Talmud gründlich; erbetrieb die Arzneikunde als Fachwissenschaft, verlegte sich aber mitbesonderem Eifer ans Mathematik und Sternkunde. Seine genauen Be-obachtungen über die Abweichung der Erdaxe haben später tonangebendeAstronomen ihren Forschungen zu Grunde gelegt. Da er sich auchdie Kenntniß der arabischen Sprache angeeignet hatte, so war er imStande, nützliche wissenschaftliche Werke aus dieser Sprache insHebräische zu übertragen. Jakob Tibbon war als Mann der Wissen-schaften so sehr geachtet, daß er, als Jude, von der medieinischen Facnltätin Montpellier zum Regenten (Decan) ernannt wurde. Die reichen Kennt-nisse waren ihm nicht ein Mittel zur Befriedigung der Eitelkeit oderdes Ehrgeizes, sondern er betrachtete sie, in richtiger Würdigung, als eineZierde des Menschen, durch welche er erst zu seiner wahren Bedeutunggelange. Er meinte: in der glücklichen Zeit des jüdischen Volkesseien die Wissenschaften in seiner Mitte heimisch gewesen; Verbannungund Leiden hätten es aber zur Unwissenheit herunter gebracht, unddie ehemaligen Meister in der Wissenschaft müßten nun Schüler
Globus, einige der Handschriften datiren diese Uebersetzung i"' n, dafür ist zulesen: i": 'n 5056 — 1296. Vgl. Steinschneider a. a, O. S. 552.
6) astronomische und chronologische Tafeln, datirt vom Jahre 1360.Eine Partie dieser Schrift ist das von Parchi edirte ni'ni.i ipx. Vgl. Stein-schneider, Rroxllatii kroosmlum in Xlmanaoll rc. Romas 1876.
7) Uebersetzung von Averroes Bearbeitung der Thiergeschichte (XI—XIX.)1302. Vgl. Steinschneider, Uebersetzungen S. 144.
Ohne Datum sind:
8) Uebersetzung von Euklid's Elementen. Vergl. Steinschneider a. a. O.S. 504 f.
9) Tie Schrift über den (von Jakob ben Machir erfundenen) Quadranten8niw' xri. Nach Steinschneider a. a. O. S. 607 im Jahre 1288 verfaßt.
10) Uebersetzung der Sphaerica des Menelaos. Vgl. Steinschneider a. a. O.S. 516.
11) Die Uebersetzung einer Schrift des Gazzali unter dem Titel: 'unsll'U'r.n. Vgl. Steinschneider a. a. O. S. 340.
12) Uebersetzung der Schrift des Jbn Al-Sasfar, über den Gebrauch desAstrolabs. Vgl. Steinschneider a. a. O. S. 581.
Wenn die Angabe in Keppler's Briesiammlung richtig ist, so hat Jacob-Profatius eines der genannten astronomischen Werke im Alter, 1312, verfaßtVgl. noch über das Leben und die Schriften des Jacob ben Machir: Rsna»Rablnus S. 599 fa.
') Ninobat Keimst Xc>. 39 p. 85; Xo. 2l. p. 62.