Jakob b. Machir Tibbon.
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gegen das Studium der Wissenschaften anznschließen. Ben-Adret,die Mitglieder des Rabbinats und andere Männer sandten hierauszwei gleichlautende Schreiben an Abba-Mari und an Todros vonBeaucaire, sie den Gemeindegliedern vorzulesen, wenn sie dieselbenzum Anschluß geneigt finden sollten^). Allein es erfolgte das Gegen-theil. Sobald der Plan zur Aechtung der Wissenschaft bekannt wurde,erhob sich bei dem angesehensten Theil der Gemeinde entschiedenerWiderspruch dagegen
Es gab nämlich damals in Montpellier einen durch Familie,Stellung, Reichthum und Kenntnisse vielgeltenden Mann, der gewisser-maßen mit der Muttermilch Liebe zu den Wissenschaften eingesogenhatte. Jakob b. Machir Tibbon, in christlichen Kreisen als DonProfiat und Profatius bekannt (geboren um 1245, starb zwischen1312 und 1322 2), stammte einerseits von dem gefeierten Meschullam
') No. 20—21.
-) Seine Lebenszeit ergiebt sich aus folgenden Momenten. Im Jahrs 1304während der Parteikämpfe war er bereits vorgerückt an Jahren; Abba-Mariredet ihn an: iwo -rni- nun (Ninollat Lsnaot No. 21 x. 62), und alsEstori Parchi sein Werk Lattor verfaßte 1322, war er bereits hingeschicden(Xaktor x. 56 a. 113 ll), lebte aber noch thätig 1312 ((.weiter). — Er führteauch den Namen pan rwr-w pi (Ninollat Lsnaot No. 26 p>. 70), undin seinem „Almanach" führt er in der lateinischen Version den Autor-namen krokatius. Die Jdendität desselben mit dem von Astrüc (kistoirsäs 1a Insults äs Noutpsllisr Invrs III.) geschilderten ikrolatius ist daherunzweifelhaft. Folglich gehört, was von Profatiut bekannt geworden, auchJacob b. Machir an. Daß er Arzt war, stellt Astrüc als Gewißheit auf: Ouns oonns.it ausun ouvrsAS äs rasässins äs I?rolatius, ins-is il ns rsstspas ä'strs apparsut gu'il sts.it rnääsoin. II ns ts.it p>ss äs äittloults äsinsttrs ?rolatius, guoigus suil an ranZ äss inääsoins st psut-strswbins äss rsgsnts äs la laoultä äs Hlontxsllisr. (Das. p. 168.) Dieastronomische Beobachtung, von welcher der Freund Kepplers diesem mittheilt,daß drei sie angestellt haben, und darunter: pnto kroxllatius änäasns undzwar im Jahre 1312 (iüxistolas aä Lspxlsrnrn sä. Hansell p. 542), giltalso ebenfalls von Jacob b. Machir Tibbon. Seine Schriften, die noch nichtübersichtlich und chronologisch zusammengestellt wurden, sind:
, 1) Uebersetzung der Abhandlung des Abu Jöhak Jbn al-Zarkala über den
Gebrauch der Scheibe, auch das Astrolab Zarkalas genannt, 1263. Vgl. Stein-schneider, die hebr. Uebersetzungen des Mittelalters S. 590, 976.
2) Uebersetzung des astronomischen Werkes des Ali Jbn-Alheitam, 1271.Vgl. Steinschneider a. a. O. S. 560.
3) Uebersetzung der Schrift des Autolykos von der Sphäre in Bewegung24 Tammus 1273. Vgl. Steinschneider a. a. O. S. 503.
4) Uebersetzung der Logik des Averroes, Ende 1289. Vergl Steinschneidera. a. O. S. 54.
5) Uebersetzung der Schrift des Costa b. Luca, über den Gebrauch des
Graetz, Geschichte der Juden. VH. 15