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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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David Maimuni.

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So war der Mann beschaffen, welchem die Aufgabe zufiel, ineiner tiefbewegten Zeit das Panier des Judenthums emporzutragsn undden Ausschreitungen nach beiden Seiten hin, nach der philosophischenund kabbalistischen, entgegenzutreten. Vierzig Jahres galt derRabbiner von Barcelona als höchste Autorität in religösen Angelegen-heiten innerhalb der Judenheit^), nicht blos in Spanien, sondern auchim übrigen Europa und bis nach Asien und Afrika hin. Aus Frank-reich, Deutschland, Böhmen, Italien, selbst aus dem PalästinensischenSt. Jean d'Acre (Akko) und aus Nordafrika ergingen Anfragen anihn b). Jünger aus Deutschland saßen zu seinen Füßen ^), um vonihm die Auslegung des Talmud zu hören, was um so merkwürdigerist, als die deutschen Rabbinen stolz auf ihre Erbweisheit waren undkeinem andern Lande den Vorzug vor ihren Lehrhäusern einräumenmochten. Als Maimuni's Enkel, David, in Noth gerieth, wendeteer sich an Ben-Adret, ihm Beistand zu leisten. Der egyptische SultanKilawuu war nämlich von der seit der Zeit Saladin's eingeführtenRegel, Juden und Christen zu Aemtern zuzulassen, abgewichen. Ererließ eine Verordnung, daß dieselben nunmehr in keinerlei Ver-waltungszweig angestellt und die Angestellten aus demselben entferntwerden sollten^). Seine Unduldsamkeit wurde nur von seiner Hab-gier übertroffen. David Maimuni sgeb. 1223, st. 1300^), welcher,wie sein Vater und Großvater, Vorsteher sämmtlicher egyptischer Ge-meinden war (Xagiä), wurde von boshaften Feinden beim Sultanverleumdet und eines unbekannten Vergehens angeschuldigt. Er thatzwar die Verleumder in den Bann, scheint aber damit keinen Erfolg

Verfasser an, er beabsichtige seine Arbeiten auch über die übrigen praktisch-halachischen Partien auszudehnen.

U Folgt daraus, daß eine Verordnung von ihm existirt, ausgestellt vomJahre 1272, Lsspx. V. Xo. ISO, daß er mithin mindestens bereits 1270Rabbiner war.

2) In einem Sendschreiben an Jakob b. Machir erzählt er von sich ohneRuhmredigkeit: o'rn 110221 lwir ^ n'ipw iwu a'irrn o-ai nana '.i'nii

.ni-i-un i'p.n ^ 11 x 1 . ou-p 'i> ill'p.n .nrwi. awr ^ uuee ll.wwpii an-rpiv'^iL'2 ll.na 'riixr-n.i nurnai iirro .nviLn '°ni:i na'L" e'xn (Uinotrab

Xsnaob Sammelwerk der Streitschriften gegen und für das Studium derWissenschaften, edirt von Biselches Presburg 1838) Xo. 40. S. 88.

b) Vergl. darüber die Zusammenstellung bei Psrles a. a. O. S. 9 sf.

Xssxp. I. Xc>. 39S.

b) Quellen bei Weil, Chalifengeschichte XI. S. 173.

") Aus einer Nachschrift bei Del Rosst LIsor Xnagirn 0. 25; Asulaä s. v.;Carmoly in Josts Annalen l. 55. Daß David Maimuni nicht der Vers, derin Egypten populären Osrasallob ist, hat Munk nachgewiesen in JostsAnnalen III. S. 94.

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