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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Nachmani's Verhalten zur Parteiung.

Freund R. Salomo und seinen Vetter JonaZ. Sobald er erfuhr,haß dieser von den. Gemeinden der Provence gebannt wurde, auchohne daß ihm der ganze Hergang genau bekannt, war, beeilte er sich,an die Gemeinden Aragoniens, Navarras und Castiliens ein Send-schreiben zu richten des Inhalts: sich nicht von denscheinheiligen,falschen" Mainiunisten gegen Salomo hinrcißen zn lassen-, sondernabzuwarten, bis die Gegenpartei sich, ansgesprochen haben würde,Nachmqni bedauerte zwar in diesem Sendschreiben, daß die Einheitdes Judenthums, welche seit undenklichen Zeiten in allen Ländern derZerstreuung bestand, durch den ausgebrochenen Streit einer tief-gehenden Spaltung zu weichen drohe, und empfahl darum Besonnenheitund ruhiges Erwägen. Aber er selbst hielt nicht den unparteiischenStandpunkt ein, sondern neigte sich mehr ngch der, Seite der wissens-feindlichen Partei.Wenn die französischen Lehrer, an deren Quellewir uns laben, das Sonnenlicht am, Hellen Tage verdunkeln, und denMond verdecken, so dürfe man ihnen nicht widersprechen^)"; so äußerteer sich gleich im Anfänge.

Aber die meisten Gemeinden Spaniens ließen sich nicht iu'sDunkel führen. Die Hauptgemeinde Aragoniens mit ihrem Führer,dem Leibarzt und Günstling des Königs, Jayme, Bachiel Jbn-Alko nst anti ui (o. S. 25) an der Spitze, sprach sich entschiedenfür Maimuni aus, und legte Salomo und seine zwei Genossen in denBann, bis sie von ihrer Verkehrtheit lassen würden. Bachiel, seinBruder Salomo und noch zehn angesehene Männer und Führer,richteten (Ab Angust 1232) ein Sendschreiben qn die GemeindenAragoniens, sich ihnen anzuschließen und die Männer aps der Ge-. meinschaft auszuschließen,welche gewagt haben, gegen die Größe auf-zutreten, welche uns aus den Fluthen der Unwissenheit, des Jrrthumsund der Thprheit gerettet hat." Als Gründe machten die Sara?gossaner Mainiunisten geltend, daß die Gegner der Wissenschaft imWiderspruch mit dem Talmud stünden.Unsere Weisen schärfen unsein, uns die Einheit Gottes philosophisch zu vergegenwärtigen. ProfaneWissenschaften, sollen wir kennen, um dem Gegner der Religion Rehestehen zu können. Astronomie, Geometrie und andere Fächer, welchefür die Religion selbst so nöthig sind, können wir nicht aus demTalmud lernen. Die Mitglieder des hohen Rathes, des großen

Synhedrin, mußten allgemeine Kenntnisse besitzen. Der PatriarchR. Gamaliel bediente sich eines Fernrohrs, um den Festkalender

u Ueber die Verwandtschaft Nachmani's mit Jona, dem altern und jünger»vergl. Ltzsxx. Salomo Duran Nr. 29 l.

2) Vergl. Note 1.