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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

dauernden Werth beanspruchen dürfe. Kimchi trat daher um so ent-schiedener für Maimnni auf, als er zugleich für seine eigene Sacheeinzutreteu hatte. Alt und schwach, wie er war, scheute er dennochnicht, eine Reise nach Spanien zu unternehmen, um die dortigen Ge-meinden persönlich zum Anschluß an die Provenzalen und gegenSalomo von Montpellier zu bewegen.

Die zweite tonangebende Persönlichkeit in diesem Streite warMose b. Nachman oder Na chm ani (Uawdan) Gern ndi, ein Alters-und Ortsgenosse und Verwandter des Jona Gerundi (geb. um 1195,st. um 1270 i). Nachmaui, oder wie er in der Landessprache genanntwurde, Bonastrüc de Porta, war ein scharfgezeichneter, aus-geprägter Charakter mit allen Vorzügen und Fehlern eines solchen.Voll sittlich lauterer Gesinnung und gewissenhafter Religiosität, mildenSinnes und scharfen Verstandes, war er vom Autoritätsglauben durchund durch beherrscht. DieWeisheit der Alten" schien ihm unüber-troffen und unübertrefflich; an ihren Aussprüchen, wie sie unzweideutigvorliegen, dürfe nicht gezweifelt und nicht gemäkelt werden.Wersich in die Lehre der Alten vertieft, der trinkt alten Wein" ^), daswar Nachmani's feste Ueberzeugung. Die ganze Weisheit der jüngernGeschlechter bestehe nach seiner Ansicht lediglich darin, den Sinn dergroßen Altvordern zu ergründen, sich ihn anzueignen und ihn zurRichtschnur zu nehmen. Nicht blos die heilige Schrift in ihremganzen Umfange und nicht blos der Talmud in seiner ganzen Aus-dehnung, sondern auch die Gaonen und ihre unmittelbaren Jüngersbis Alfaßi waren für Nachm ani mustergiltige, unfehlbare Autoritäten.Innerhalb des talmudisch-rabbinischen Kreises hatte er geistvolle Ansichten,richtige Urtheile und Hellen Sinn, aber über diesen Kreis konnte er nichthinaus und sich überhaupt nicht auf einen freien Standpunkt erheben.Nachmani war Arzt, hatte also ein wenig Naturkunde getrieben, warauch sonst gebildet und mit der philosophischen Literatur vertraut. Aber diemetaphysische Speculation blieb ihm etwas Fremdes, in das er sich nichtvertiefen mochte oder konnte^). Der Talmud war für ihn Alles inAllem, in dessen Licht er die Welt, die Ereignisse der Vergangenheitund die Gestaltung der Zukunft betrachtete. Seine Erziehung und seinUmgang scheinen ihm diese Richtung beigebracht zu haben. Einer seiner

st Vergl. über ihn und seine Schriften Note 2.

st Uaobrns.iu, Niloüauaob zu Uabs. Uabru x. 9. Sein Glaubens-bekenntnis; in diesem Sinne giebt seine Einleitung zur Kritik des 8.

st Serachja Schaltiel-Chen. Sendschreiben an Hillel aus Verona: .122 iL"n,ii

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