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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

mimischen System, wenn sie ihn überhaupt gewahrten, so viel alsmöglich durch die Deutungsmethode zu lösen. Die minder Gläubigennahmen die Lehre Maimuni's gerade als Stütze für ihre Lauheit in derBeobachtung der Religionsgesetze, sprachen sich freier über Bibel undTalmud aus, setzten sich selbst praktisch über manche Vorschriften hin-weg, und waren im Zuge, sich ein eigenes, vernunftgemäßes Judcn--thum zuzustutzen Z. Unter den jüdischen spanischen Gemeinden gingdie Lauheit gegen das Gesetz so weit, daß nicht Wenige Mischehenmit Christinnen und Mohammedanerinnen eingingen ^). Die Stock-frommen, welche im Talmud lebten und webten und, Ursache mitWirkung verwechselnd, diese für sie betrübenden Erscheinungen alseine giftige Frucht der philosophischen Aussaat betrachteten, prophe-zeiten den Untergang des Judenthums, wenn die maimunischen An-sichten überhand nehmen sollten. Trotzdem wagte eine ZeitlangNiemand entschieden dagegen aufzutretcn. Die nordfranzösischenRabbinen, die Gesinnungsgenossen des Simson von Sens, wußtenwenig von Maimuni's philosophischen Schriften und ihren Wirkungen,und die südfranzösischen und spanischen Stocktalmudisten mochten esfür gefährlich und nutzlos halten, sich der überhandnehmenden Strö-mung des freien Geistes entgegenzustemmen.

Es wurde daher als ein höchst kühner Schritt angesehen, als einRabbiner der naiv-gläubigen Richtung den Maimunisten offen undrücksichtslos den Krieg erklärte. Es war Salomo b. Abraham ausMontpellier, ein frommer, ehrlicher, rabbinisch gelehrter Mann,aber von verkehrten Ansichten, dessen Welt einzig und allein der Tal-

Z Alfachar nennt in seinem ersten Sendschreiben die Maimunisten:rn bp, auch Me'tr Abulafia und Meschullam b. Kalonymos: vergl. Note I.

2 ) Mose aus Coucy, Semag. Gebote Nr. 3, Ende; Verbote Nr. 112, Ende.Der im ersten Viertel des dreizehnten Jahrhunderts lebende Bischof von Paris,Wilhelm von Auvergne, spricht sich darüber aus; Hins sst guoä kaetisunt (ckuckasi) in IsZs srronsi st in kicks ipsius ^.brabas basrstioi, Maximspostguam rsAnum 8araosnorum äillusum sst snpsr babitationsm sorum.Dxinäs snim astsrnitatsm mrmäi st alios ^.ristotslis srrorss ssvuti suntmulti sorum. Hins sst guoä xanei vsri ckuckasi, boe sst, gut non inxarts aligua sruäitatis suas 8a.rs.esni sunt, aut ^.ristotslieis eonssn-tisntss srroribus in tsrra 8araosnorum invsniuntur, äs bis gui intsrpbilosopbos eommorantur. Osäit snim stiain ooeasionsm non Isvsmapostasias bujusmoäi sa guas viästur multorum manckatorum absur-äitas vsl inuti!itas. Ikon sst mirum, si ab sis lprasssptionibus autinbibitionibus) rsosäitur, st si tanc^uam onsra supsrvaeua prosioiuntur(manckata IsZis). (ckulislmi ^.uvsrni opsra omnia, äs IsZibus. ?aris1K74 D 1. p. 246. Vergl. Guttmann, Guillaums ä'^.uvsrKns st 1a littsra-turs juivs in der Lsvus äss Ltuäss ckuivss B. XVIII. S. 243 f.