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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
Entstehung
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Dritte Periode des dritten Zeitraumes,

die Periode des allmälrgen Verfalls.

Erstes Kapitel.

Neue Stellung der Juden in der Christenheit.

Lücke nach Maimuni's Tod. Abraham Maimuni und Joseph-Jbn-Aknin. DasPapstthum im Kampfe gegen das Judenthum, Jnnocenz III. und die Albi-genserverfolgung. Auswanderung vieler Rabbinen nach Palästina. Dasgroße Lateran-Concil und der Judenflecken. Die Mainzer Rabbiner-Synode.Die Dominikaner und der Anfang der Inquisition. Der König Jaymevon Aragonien und sein Leibarzt Bachtel. Die Gemeinde von Mallorca.Die Juden in Ungarn. (l2051232.)

( 1205 1232 .)

iPenn Maimuni, der gedankenreichste Rabbiner und der tief-religiöse Philosoph, die Mittagshöhe in der mittelalterlich jüdischenGeschichte bildet, so fingen mit seinem Tode alsbald die Schattensich zu neigen an. Allmälig nimmt der Sonnenschein in ihr ab undmacht einem unheimlichen Düster Platz. Seine Hinterlassenschaft ananregenden Gedanken erzeugte eine tiefgreifende Entzweiung, welchedie Judenheit oder deren Führer in zwei feindliche Lager spalteteund eine schwächende Parteiung zu Wege brachte, die den Angriffenfeindlicher Mächte nach allen Seiten Blößen darbot. Die Kirchemit ihrem immer mehr überhandnchmenden Eifer mischte sichin die Parteiung des Judenthnms ein und wendete gegen die ihrlästige Synagoge bald verführerische Lockmittel, bald abschreckendeBrandmarkung, bald geheimes Gift, bald loderndes Feuer an.Maimuni's Tod und die Allgewalt des Papstes Jnnocenz III. warenzwei Unglücksfälle für die Judenheit, die sie nach und nach von derHöhe in die tiefste Niedrigkeit versetzten.

Maimuni's Hinscheiden ließ nicht blos eine Lücke und einenStillstand in dem geistigen Aufstreben der Juden eintreten, sondern

Graetz, Geschichte der Juden. VII. 1