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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
Entstehung
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Woten

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Die Chronologie in der tanaiti schon nnd omoräischen Zeitepochr

Die talmudische Geschichtsepoche nahm sich bisher wie ein verschimmelter undverstümmelter Torso aus, weil ihr sogar die beiden Augen, die chronologischeBestimmtheit und das topographische Substrat, gefehlt haben. Daher erschiensie nicht bloß bei den Philosophen Abraham Jbn-Daud, Maimuni undMe'iri, welche sie zu einem dogmatischen Argumente gebrauchten, sondern auchbei Fachchronographen wie ein wüstes Durcheinander, und auch in ihrer Bear-beitung im Anfang dieses Jahrhunderts ist dieser Wirrwarr noch nicht geschwunden.Erst in neuester Zeit ist es möglich geworden, die Topographie und Chronologieso ziemlich zu fixiren. Hier soll lediglich über den letzten Punkt Rechenschaftabgelegt worden.

Während wir indessen an den neu erschlossenen Quellen des Leiter lansüiurv' Lmorsäm mit seinen verschiedenen Varianten und des correcteren Textes deshistorischen Sendschreibens Scherira's reiches kritisches Material für die Chro-nologie der am o r ä i s ch e n Epoche besitzen, entbehrt die t a n ai ti s ch e Zeit bestimmterData. Man kennt nur Anfang und Endpunkt: die Tempelzerstörung durch Titusund den Abschluß der Mischna. Innerhalb dieser Zeit dagegen, über ein Jahr-hundert, ist man noch immer auf Schlüsse und Vermuthungen angewiesen. Allen-falls kann man das Ende des zweiten Tanaitenkreises mit dem Tods R- Akiba'sbestimmt datiren, weil es mit dem Untergange Betar's zusammenfällt. Mir istes hier darum zu thun, sichere Data zu fixiren; darum übergehe ich die Reiseder vier Tanalten nach Rom, dis wahrscheinlich mit dem letzten Jahre Domitiansund dem Regierungsantritt Nerva's zusammenfüllt (96), als bloße Hypothese, wieauch die Untersuchung, welche Tanalten zur Zeit des Aufstandes im letzten JahreTrajans (IN), der Zeit des Polemosv. Quietus, bereits heimgegangen waren,und welche sie überlebt haben. Das erste und letzte chronologische Datum aus dertanältischen Zeitepoche ist der Abschluß der Mischna; aber auch dieses entbehrt derBestimmtheit, indem einige dafür 189 und andere 219 christl. Zeit setzen. lVergl.Rapaports Untersuchung darüber Lsrsin Ollsinscl IV. p. 210). Die Unbe-stimmtheit entsteht durch eine Zahlvariante. Einige Handschriften lasen nämlichfür Rab's Wanderung nach Südbabylonien und seiner Gründung des Lehrhauses 590der seleucidischen Aera, Anders wieder (Lecler lanaüin und Leüsrira.) 530;

i-o oder -w' Alle setzen nun dieses Factum gleichzeitig mit demAbschluß der Mischna-Sammlung; daher die Variante. Diese Variante reslectirt