Hillel und Origenes.
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alexandriuischen Schule durch die Kirchenlehrer Pantäus und Clemensvon Alexandrien geweckt war, der die gnostische Spielerei und dengnostischen Haß gegen das alte Testament überwand und den Zusammen-hang zwischen diesem und dem neuen Testamente suchte, machte dasBedürfniß rege, sich mit der hebräischen Sprache bekannt zu machen,um aus der Kenntniß des Originaltextes die grellen Widersprüche zulösen, in welchen die inzwischen starr gewordenen christlichen Dogmenzu den alttestamcntlichen Anschauungen standen. Von diesem Bedürfnissewar der originelle Origenes am meisten durchdrungen und er war auchunverdrossen thätig, sich das Hebräische selbst anzueigueu und die Pflegedesselben zu empfehlen. In der Kenntniß des Hebräischen und derrichtigen Schriftauslegung betrachtete er die Juden als seine Lehrmeister.Origenes gestand ein, den richtigen Sinn schwieriger Bibelstellen währendseines abwechselnden läugern Aufenthaltes in Judäa (um 229 — 253)von Juden erfahren zu haben. Als er die Psalmen commentirenwollte, gab er sich Mühe, sich von einem Juden das Verständnißderselben vermittelst der Traditionen eröffnen zu lassen Z. Das Halacha-studium hatte damals die biblische Exegese noch nicht verdrängt. Esgab noch außer Hillel und Simlai jüdische Lehrer, welche mit demGrundtextc vertrant, über die kindisch-alberne Beweisführung christlicherLehrer für die Dogmen aus der verdorbenen griechischen Uebersetzungder Septuaginta lachten und sie beschämten. Sie machten sich namentlichüber die Leichtgläubigkeit der Christen lustig, die jedes ihnen in dieHände gespielte apokyrphische Buch im Gewände des Alterthums, wiedie Geschichte von Tobiat, Judith, der Susauna, in den Kreis derheiligen Schriften zogen und auf diesem lockern Grunde ihr luftigesGebäude aufführteu ^).
Um den Kirchenglaubeu vor dieser Lächerlichkeit zu schützen, unter-nahm Origenes das Riesenwerk, den verstümmelten, von Fehlern allerArt wimmelnden Text der Septuaginta neben den Urtext zu setzen,um christlichen Lehrern einen Ueberblick über den Unterschied der Lese-arten zu geben und sie besser in den Stand zu setzen, mit Juden dis-Putiren zu können. Er verglich zu diesem Zwecke die Uebersetzungenvon Akylas, Symmachos, Theodotion und noch drei Anderen, die erin Nikopolis und Jericho gefunden hatte, und stellte diese Uebersetzungenzur bequemen Uebersicht in Säulenreihen neben einander, den hebräischenText mit der Aussprache desselben nach griechischen Lauten an der
st OriZ'suss das. cxistola aä ^ckricannm 7. contra Oslsuin I. 45., 55., 56.II. 31.
st Upistola ^.tricaui acl OriZ-euem und Upistolal Orig-enia aä ^.lricannm.