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Geschichte der Juden.
ergreifenden Eindruck cinf ihn, daß er in die Worte ausbrach: „Dasist der messianische König." Er wendete ans ihn den Schrfftvers an:„Kosiba ist als ein Stern (Loelluli) anfgegangen in Jakob."*)R. Akiba wurde durch die jedenfalls hervorragende PersönlichkeitBar-Kochbas in seinen Hoffnungen, daß der römische Uebermuth baldgebeugt und die Herrlichkeit Israels wieder erglänzen werde, nochmehr bestärkt, und erwartete durch denselben das messianische Reich inder nächsten Zukunft. Er wendete darauf den Vers des ProphetenChaggai an (2, 2l.): „Noch ein Kleines, und ich lasse Himmel undErde erschüttern, stürze um den Thron der Reiche und vertilge dieMacht der Heiden." ^) Indessen theilteu nicht Alle R. Akibas frommeSchwärmerei; Joch an an b. Torta entgegncte zweifelnd auf diesehochfliegenden Hoffnungen: „Eher wird Gras aus deinen Kinnladen,Akiba, wachsen, ehe der Messias erscheinen wird" ^). Die Anerkennungund Huldigung, welche R. Akiba ihm zu Theil werden ließ, warjedoch vollkommen hinreichend, Bar-Kochba den Strahlenschein einerheiligen, von Gott stammenden Würde zu verleihen und ihm eineunbestreitbare Autorität beizulegen, welche die Mittel, die ihm zuGebote standen, vervielfältigte und steigerte.
Von Wundern, die der Messias -König zur Berückuug der Mengegethan haben sollte, wissen die jüdischen Quellen gar nichts. Nur eineNachricht von feindlicher Seite erzählt, Bar-Kochba habe angezündetesWerg aus dem Munde geblasen, um feuerspeiend zu erscheinen *). Diejüdischen Nachrichten heben nur seine gewaltige Körperkraft hervor;sie erzählen, er habe die Ballistensteine, welche die Römer vermittelstder Kriegsmaschinen auf das jüdische Heer geworfen, mit den Knienzurückzuschlendern vermocht"). Nirgends wird auch nur augcdeutct,daß er mit seinem Messiasthum irgend eine selbstsüchtige Nebenabsichtgehabt Hütte; er war lediglich von der hohen Aufgabe erfüllt, dieFreiheit seines Volkes wieder zu erobern, den erloschenen Glanz desjüdischen Staates wiederherzustellen und die Fremdherrschaft, welchesich seit zwei Jahrhunderten in die Interessen des Judenthums ein-gcmischt hatte, ein für allemal entschieden abzuweisen. Ein solcherUnternehmungsgeist, verbunden mit hohen kriegerischen Eigenschaften,wenn ihm auch der Erfolg nicht günstig war, hätte bei der Nachwelteine gerechtere Anerkennung finden sollen, und verdiente keineswegs sosehr geschmäht zu werden, wie cs das Vorurtheil, von Parteiischen
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