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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Niederlage der Juden.

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römischer Feldherr Maximus verlor sein Leben in der Schlacht.Quietus hatte Trajau eingeschärft, die Juden seines Distriktes ganzzu vertilgen; so groß war die Furcht und das Nachegefühl desKaisers gegen eine Nation, deren Kräfte er gar nicht in Anschlag ge-bracht zu haben schien. Auf drei Seiten hatte also Trajau gegen dieInden zu kämpfen, und wenn diese drei Brennpunkte der Empörungsich zu einem einzigen vereinigt und gegenseitig unterstützt hätten, sowürde vielleicht schon damals der Riesenkoloß des römischen Reichesden Stoß erhalten haben, den er einige Jahrhunderte später durchdie nordischen Barbaren erlitten hat.

Marcins Turbo, der den egyptischcn und kyrenäischen Aufstandzu bekämpfen hatte, eilte mit vollen Segeln nach den bedrohtenPunkten und tvar in fünf Tagen an Ort und Stelle. Er vermiedmit kluger Berechnung der feindlichen Kräfte jeden ungestümen An-griff, der für Volksmassen, welche mehr durch die Begeisterung einerIdee, als durch Kriegsordnnng zusammcngehalten wurden, günstig ge-wesen wäre und sie zum Siege gefttbrt hätte. Er rieb vielmehr dieScharen der Aufständischen durch kleine Scharmützel auf, die sie all-mälig müde machten und ihre Reihen lichteten. Doch erlagen dieJuden nicht ohne tapfere Gegenwehr; die heidnischen, gegen die Indenparteiischen Quellen räumen ein, daß es erst nach vielen, lange dauerndenKämpfen den Römern gelang, Herren des Aufstandes zu werden ').Den Römern mußte zuletzt der Sieg bleiben, weil sie mit überlegenerZahl, überlegener Kriegskunst und besonders mit Reiterei gegen halb-bewaffnete Fußtruppen kämpften. Gegen die Gefangenen benahm sichTurbo mit einer Grausamkeit, welche bei den Römern nicht mehrauffiel. Die Legionen umringten die Gefangenen und hieben sie inStücke, die Frauen wurden genothzüchtigt, die Widerstehenden gc-tödtet'). Die Stadt Alexandrien hatte durch diesen Krieg bedeutendeVerwüstungen erlitten^). Die uralte alexandriuische Synagoge, einWunderwerk der eghptisch-griechischen Baukunst, von welcher die Zeit-genossen sagten:Wer sic nicht gesehen, hat noch nicht das Schönstegesehen," wurde bis auf den Grund zerstört. Die Zeitgenossen konntennicht genug die Größe und die Pracht dieser Synagoge rühmen. Sie warwie eine Basilika gebaut, mit rings herum laufenden Säulengängen.Siebenzig goldene Sessel waren darin für die Aeltestcn Alexandriensaufgestellt, deren Zahl und Ordnung ein Nachbild des Synhedrin waren.

si Oio 6as8in8 das, EusebiuS K--G. das.

°) üerns. Lnklra V. das. )Iiärasob lllrreni und Ilstüsr das.

°) Eusebius armenische Chronik das. zum ersten Jahre Hadrians.