Eliescr b. Hyrkanos.
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Nachtheil seiner übrigen Söhne, überlassen wollen; allein R. Eliesersei zn gewissenhaft gewesen, sich ans Kosten seiner Brüder zn bereichern,und habe das väterliche Geschenk zurückgewiesen ^). Sein Ansehenwurde so bedeutend, daß das Patriarchenhaus es nicht verschmähte,sich mit ihm zu verschwägern: R. Gamaliels Schwester, JmmaSchalom genannt, war seine Frau.
Nach dem Tode seines Meisters eröffnete R. Elieser ein eigenesLehrhaus in Lydda, welches sich in Süd-Jndäa mehrere Jahrhundertehindurch als der einzige Sitz der Lehre behauptet hat. Das LehrhausR. Elieser's befand sich in einer Rennbahn (Ltaäinm Uis), dievielleicht noch aus der Zeit stammte, als Lydda von Griechen bewohntwar. Auf diesem, einst dem gedankenlosen Spiele geweihten Platzepflegte er, ans einem Steine sitzend, seine Lehrvorträge vor seinenJüngern zu Haltens. R. Josua verglich aus hoher Verehrung fürR. Elieser diesen Stein mit dem Berge Sinai und den daraufSitzenden mit der Bundeslade. Obwohl R. Elieser's Geist durchR. Jochanan an der Hillelschen Schule genährt war, so neigte sichdoch sein ganzes Wesen der Schule Schammai's zu, wodurch seineLehrweise einen eigenen Zug erhielt, der auch seine Lebensverhältnissebestimmte. -— Nach der Hillelschen Schule gab es zwei Quellen für dieaußerschriftliche Lehre: die eine die wörtliche Ueberlieferung vonMund zu Mund, von Geschlecht zu Geschlecht fortgepflanzt, welchedurch die Glaubwürdigkeit und Treue der Ueberlieferer verbürgt war,die andere gegebene Regeln, vermittelst derer man neue Bestimmungenin den Andeutungen des Schrifttextes finden könnte. Die erste Artlieferte einen fertigen Stoff, der in sich abgeschlossen und von jederpersönlichen Einwirkung unabhängig, aber eben deswegen keiner Er-weiterung fähig und unzureichend für alle verwickelten Lebensfälle war.Die andere Art gab vielmehr nur Formen an die Hand, wodurch neuehalachische Resultate ermittelt und gefolgert werden konnten; es wardas fortbildende Element der Dentungs- und Folgerungsregeln, vondenen schon öfter die Rede war. R. Elieser, in Uebereinstimmnngmit der Schule Schammais, hielt nur die stoffliche, wörtliche Tradition,wie er sie ans dem Munde älterer Autoritäten vernommen, für echtund unzweifelbar; hingegen hatte die ganze Klasse abgeleiteter odergefolgerter Lehrsätze, mochte deren Folgerichtigkeit noch so einleuchtendsein, für ihn nicht die unbestreitbare Gewißheit mündlicher Ueberlieferung;er galt eben deswegen als Anhänger Schammai's (Lolmmnti Diese
Usnesis Uadda L. 42. ^dob äs 8. Uatdan o. 6. 8irks äs 8,. Ulisssre. 1. 2 ) g(Wir-1m-8oüirim 8adda säit. Uranük. K. ä. zu Vers Usrsaed.
b) Lnbbat 130. verglichen mit äsrnsodalmi Isruma V. x. 43 e. und anmehreren Stellen; siehe Heilperin 8säsr da-vorot zum betreffenden Artikel.