Note 15.
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-:22 -wnx 2 . Dieser Zug ist offenbar apologetisch. Der Theil der
Geschichtserzählung beschäftigt sich ausführlich mit David, mit kurzer ErwähnungSaul's, dessen Untergang seiner Schuld beigemessen wird ll, 10,13—14). DieserTheil enthält im Eingänge ganz besonders David's Biographie. Die Chronikgibt dabei nicht blos das, was aus den Büchern Samuel's bekannt war,sondern fügt auch Neues zu David's Verherrlichung hinzu. Ihm haben sichnicht blos die Gibborim angeschloffen, sondern auch die Besten undTapfersten aus allen Stämmen seien zu ihm geströmt, als er noch vonSaul verfolgt wurde, (das. 11,10 fg. 12,1—23s. Alle, alle Stämme hättenzahlreiche Schaaren nach Hebron gesandt, um David als König zu huldigen(das. 12, 24. 41). David's Hauptsorge sei dem Tempel und seiner Ordnungzugewandt gewesen. Diese habe er bereits bei Errichtung des Zelttempels aufZion eingeführt (das. 15, 4 fg., 16, 4 fg.). Mit dem Gedanken an den Baueines festen Tempels stets beschäftigt, habe er viele Schätze dazu angehäuft undbesonders die künftige Ordnung festgestellt. Die Eintheilung der Ahronidenin 24 Klassen rühre von David her <das. 24,1 fg.). Dem entsprechend habe erauch 24 Sängerabtheilungen geschaffen (das. 25,1 fg.). Die Ordnung der Thor-wärter am zukünftigen Tempel und der liturgischen Leviten als Beamte fürdie Vorbereitung zum Bau habe David im Voraus festgestellt >26,1 fg.). Vorseinem Tode habe er seinen Sohn und Nachfolger und das Volk eindringlichermahnt, das Heiligthum zu erbauen. Die musikalischen Instrumente für denChor der Sänger im Tempel habe David eingeführt (Reh. 12, 36): 2^2 ^22i"!, (Chron. II, 7, 6): 212 nr."' 2 - 2 X 'n 222 2 '—-, (das. 29, 27): bnn
is -2 222 br'i . . 'n 222 -. So auch das. V. 26 212 ^'222 zu lesen: ^l >22-vn Inn. Auch das. 23,18. Bei jeder Gelegenheit hebt die Chronik hervor,daß die Tempelordnung durch David eingerichtet morden sei (das. II, 29, 25 fg.35, 4 fg. 15>.
In der Erzählung von Salomo's Regierung, die wiederum weiter nichtsals eine Biographie ist, nehmen der Tempelbau und die Einweihung dengrößten Raum ein. Nun war Judäa zur Zeit des Chronisten ein Tempel-staat, oder, wenn man so sagen darf, ein Kirchenstaat. Wem gebührte dieHerrschaft über denselben? Doch wohl den Nachkommen derer, welche Tempel,Einrichtung und Ordnung mit so viel Sorgfalt geschaffen haben. Und Gotthat ja den Bestand des davidischen Thrones für ewige Zeiten verheißen. Dasist der leitende Gedanke des geschichtlichen Theils der Chronik. Die Nach-kommen des ersten Hohenpriesters seien nicht ganz würdig gewesen, mehrere vonihnen haben sich durch Vermischung mit heidnischen Frauen befleckt, daher ge-bühre nicht ihnen die Herrschaft über die oivitas voi, sondern den NachkommenSerubabel's oder David's.
Hat der Chronist mit der Glorificirung des Hauses David lediglich dasmessianische Ideal für die Zukunft zeigen oder praktisch eine Revolution ver-anlassen wollen, daß die Nachkommen David's wiederum Könige von Judaoder mindestens roü -,«oö werden sollten? Das läßt sich aus den
Andeutungen nicht mehr herauserkennen. Aber gewiß ist es, daß er die Nach-kommen David's oder Serubabel's mit Hintansetzung der hohenpriesterlichen