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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

versehen sei. Bei Religionsanschauungen kommt es weniger darauf an, welchesublime Schilderungen von der Gottheit entworfen werden, als vielmehr darauf,welche irrige Vorstellungen von ihr beseitigt werden. Ganz besonders wärees die Pflicht des Avesta gewesen, solchen falschen Auffassungen entgegenzu-reten, wenn es auf die absolute Geistigkeit oder Körperlosigkeit ganz besondersGewicht gelegt hätte. Die Religionslehre der Eranier hat ihren vollen Inhaltim Gesetz Data. Nun, das Gesetz hätte wohl Ahura-Mazda's Körper-losigkeit betonen muffen, wenn es ihn rein geistig Hütte darstellen wollen.Damit fällt nuw jeder Vergleich mit dem Judenthum weg.

Außerdem ist das Urtheil voreilig, als wenn die Eranier Ahnra-Mazdabildlos dargestellt und jede Bildlichkeit von ihm fern gehalten hätten. Manhat neben der Inschrift von Behistun, die Darms zu seinem Ruhme und zurVerherrlichung Ahura-Mazda's hatte anfertigen lassen, das Bildniß einer bär-tigen, männlichen, mit Flügeln versehenen Figur innerhalb eines Kreises dar-gestellt gefunden. Dieses Bildniß wird allgemein als das der Ahura-Mazdaangenommen. Genau genommen, hat man zu viel aus der oben (S. 410)citirten Stelle des Herodot von dem Mangel an Bildnissen herausgelesen. DieStelle will nicht gerade sagen, daß die Perser Bildsäulen, Tempel und Altärezu errichten für widergesetzlich gehalten hätten, sondern nur, daß die Persernicht gleich den Griechen <-/«->,u«r-r, Standbilder der Götter, zur Verehrungaufgestellt haben; daraus folgt nicht, daß sie sich die Gottheit völlig bildlosgedacht hätten. Aus einer Thatsache, die weiter unten angeführt werden wird,geht vielmehr mit Entschiedenheit hervor, daß die Perser durchaus nicht soGötterbilder-scheu waren. Hier soll zuerst der angebliche eranische Monotheis-mus besprochen worden.

Was schon die alten Schriftsteller von den Persern berichten, daß sie dieSonne, den Mond, die Aphrodite, Feuer, Erde, die Winde und das Wasserverehrten (Strabo XV, 3, 13): üc xnl ls-.ro--, ö-/ xn-.oüm

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aus den Zendbüchern belegt. Darin werden eben so gut das Feuer, die Erde(Cpenta-Armaiti) angerufen, wie Ahura-Mazda. Ganz besonders war Mithinganz selbstständig Gegenstand der Verehrung (Vergl. Spiegel a. a.O. II S. 77sg.Rapp a. a. O. S. 53 fg.). Neben Ahura-Mazda und Mithra verehrten dieEranier noch als besondere Gottheit den Wohumano als guten Geist; erbildete später einen der sechs Amescha-Epentas (Amschaschpands; vergl. Spiegeldas. S. 31 fg.). Strabo nennt ihn Omanos. Er berichtet, daß die Magierin den Feuertempeln ihre Ceremonien mit dem Ruthenbündel (Barsom, Berecma)vor Omanos und der Göttin Anaitis <Anahita) verrichteten, und daß dortein Bildniß des Omanos irgend eine Bedeutung hatte <XV, 3, 14): rn-ir«

xttl Fönr-oi- roö Äurcr-av Trou-rxüek. Von Omauvs und AlUNtls

bei den Saken erzählt Strabo noch <XI, 8, 4). Rapp hat die Bedeutung desGottes Omanos, und daß er dem in der eranischen Mythologie figurirendenWohumano entspricht, nicht erkannt. Er brachte ihn mit dem Safte Haoma inBeziehung (das. S. 60). Ob die Anaitis-Anahita eranischen oder semitischen