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Geschichte der Juden.
gegeben sind, und dabei hervorgehoben wird, daß bei dem einen Esra undbei dem andern Nehemia die Repräsentation gemacht habe, und bei beidenAdlige, Bolk, Priester und Leviten im Zuge gingen, so müsse das Gefolgebei beiden Zügen ganz gleich gewesen sein. Die Schilderung der Vorgängebei beiden Zügen muß also parallel gehalten werden, und dasjenige was beidem einen vermißt wird oder unverständlich ist, kann aus der Parallele ergänztoder erläutert werden. Nun heißt es bei der Beschreibung des einen Zuges,bei dem Esra war. iV. 36: -L-LN — kurz bei dem Esra-Zuge
— daß ihm die Hälfte der Fürsten Jud a's gefolgt sei kB. 32d):nnirw. Folglich muß sich die andere Hälfte der Fürsten bei dem Nehemia-Zng befunden haben. Dieses Moment ist auch angedeutet kV. 40b):
Hinwiederum ist bei dem Nehemia-Zuge angedeutet, daßdie Hälfte des Volkes in dessen Begleitung war <V. 38b>: l-rn
Daraus folgt, daß auch dem Esra-Zuge die Hälfte des Volkesgefolgt sein muß. Dieses Moment findet Bertheau angedeutet in den kurze»Worten kV. 34): d. h. „die Hälfte von Juda und Benjamin,
d. i. der Laien." Man ist demnach genöthigt hier zu ergänzen:
^ 2 ^ 21 . Ferner ist beim Nehemia-Zuge geschildert, daß sieben Priester mitTrompeten geblasen haben kV. 41): rw:''? :normen
N1N32N2 rw::n rwn:, Daraus folgt, daß beim Esra-Zuge eben so
viel posaunende Priester gewesen sein müssen. Dieses Moment ist aber dabeinur angedeutet kV. 35): Man ist also berechtigt, auch
hier die Siebenzahl.zu ergänzen und den Vers für lückenhaft zu erklären,vergl. o. S. 395. Weiter sind beim Nehemia-Zuge acht Namen aufgezählt, unddabei ist angedeutet, daß sie Saitenspieler waren, was eben so viel sagen will,daß sie zur Klaffe der Sänger-Leviten gehörten kB. 42): iw'^xi rw-:"o
ship) n-.rn'on So müssen bei dem
correspondirenden Zuge ebenfalls acht instrumentirende Leviten gewesen sein.Und in der That werden eben so viel Namen ansgezählt kV. 36). Diese spieltenauf musikalischen Instrumenten: "nn folglich müssen auch die acht
Leviten im Nehemia-Zuge mit Instrumenten bedacht werden. Endlich wird beidiesen acht Leviten im Nehemia-Zuge ein Vorgesetzter über sie genannt <V. 45 b):"wpsn rwn'nwi. Folglich muß der Aßnphid „im Esra-Zuge ebenfalls Vor-gesetzter der acht Leviten gewesen sein" <V. 35): Vergl. o. S. 312.
So weit ist die Auslegung Bertheau's sinnreich und zutreffend. Wir habenuns demnach den Vorgang folgendermaßen zu denken. Es waren zwei Züge,die von zwei Seiten aus die Mauern umzogen, bis sie im Tempel zusammen-trafen. Jeder Zug bestand 1. aus einem Chor, nn-.n; 2. aus der Hälfte derFürsten Juda's; 3. aus der Hälfte des Volkes; 4. aus sieben Posaunenblasen-den Priestern; 5. aus acht instrumentirenden Leviten, denen je ein Choragosvoranging. Bei dem einen Zuge befand sich Esra vor den acht LevitenvrwoLl- x^w'i, und bei dem anderen Zug ging Nehemia hinter dem
Chor <V. 38): n^nx ''rx':_Die Reihenfolge der verschie-
denen Gruppen in beiden Zügen ist unbestimmt gelassen. Wenn angenommenwerden könnte, daß die instrumentirenden acht Leviten dem Chore in nächster