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Geschichte der Juden.
gelehrigen Menschen handeln. — Ob auch die übrigen Sentenzen dieses Theils,die größtentheils Lebenserfahrungen enthalten — nur wenige derselben sindmoralischer und religiöser Natur — der chiskijanischen Zeit angehören, wird sichschwer ermitteln lassen. Sie stammen übrigens nicht von einem einzigenSpruchdichter, sondern von mehreren, von den rwp'N ^u::x, wie die Ueber-schrift sagt. Bilden diese Sprüche einen abgeschlossenen Theil, so könnte diePartie von Kap. 30 an als Anhang- zu demselben betrachtet werden. — Dasganze Buch der Sprüche zerfällt demnach in zwei umfassende Th eile, ge-wissermaßen in Salomonische und Hiskijanische Sprüche, wie der Psalterursprünglich ebenfalls in zwei Theile angelegt war, in Dnvidische Gesängeund anderweitige, nämlich Korachidische, Aßaphidische rc.
Der erste Theil besteht 1. aus der Hauptpartie Kap. 10—22, lk;2. der Einleitung Kap. 1—9; 3. dem Nachworte 22, 17—24, 22, und end-lich einem kurzen Anhang 24, 23—34, nämlich n^x r::. — Der
zweite Haupttheil besteht 1. aus der Hauptpartie 24—29; 2. einem An-hang Kap. 30 ->-.ux 3. einem zweiten 31, 1—9 '-x-ai- und
4. dem Lob sprach auf ein wackeres Weib 31, 10 fg. ^-x.
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Dir irvitischeil Familien in der nachcrilischcn Deit.
Die Quellen für die ersten Jahrhunderte der nachexilischen Epoche, Esra,Nehemia und die Chronik, sind bekanntlich an manchen Stellen äußerst dunkelund in dieser Gestalt für die Geschichte unbrauchbar. Sie deuten allerdingsdie Umwandlungen an, welche im Innern des judäischen Volksorganismus vor-gegangen waren, aber um diese zu fixiren, reicht das Gegebene nicht aus. JederWink muß demnach benutzt werden, um die Quellen ergiebig zu machen, lieberdie Anlage und die Benutzbarkeit der Chronik für diese Zeit vergl. Note 1ö.Hier soll lediglich das verwickelte Thema von den Levitenklassen undFamilien behandelt werden, das für diese wie für die nachfolgende Epochevon nicht geringer Bedeutung ist. Ein Moment in dieser Classification istnämlich übersehen worden, und dadurch sind manche falsche Auffassungen ent-standen, und geschichtliche Facta sind übersehen worden. Nach der Angabe desTalmud habe es in dieser Zeit nur zwei Klassen Leviten gegeben, Thorwärterund Sänger. Josephus dagegen deutet vier Levitenklassen an iAlterth. XI, 5, Iß(oder rrvXia<?or), ferner r!«l Diele
Viertheilung scheint auch aus Chronik I,, 23, 4—5 bestätigt zu sein. BeideAngaben sind aber falsch. Es gab in der nachexilischen Zeit nur drei Levitenklaffen: Thorwärter — 2 ^,:"-, Sänger — und noch dazu Dienst-
thuende, bei dem Opfer hilfeleistende Leviten, die man nennen könnte.
Josephus bezeichnet sie idas. XX, 9, 6j: als x-tao»-Diese letzte Klaffe wird in den drei Quellen für die nachexilische Geschichte
genannt. Beachtet man diese Dreitheilung, so wird manche dunklePartie in diesen Quellen erhellt. Bertheau hat sie in seinem Commentar zuEsra-Nehemia und Chronik übersehen und daher Manches mißverstanden.