Die Errichtung eines Gymnasions in Jerusalem.
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Land jenseits des Jordan auszudehnen. Hhrkanos, welcher einenschmählichen Tod fürchtete, legte Hand an sich, und Antiochos ließdessen ganze Hinterlassenschaft einziehen st.
Dann führten die Griechlinge ihren längst gehegten Plan ans,ihren zweiten Feind, den Hohenpriester Onias seiner Würde zuentkleiden. Sein eigener Bruder, Jesua-Jason, soll Antiochos eineaußerordentliche Summe Geldes dafür versprochen haben, daß erihm das Hohenpriesteramt übertragen möge, und der Geld-bedürftigeKönig hatte kein Bedenken, es ihm zu gewähren. Das Geld wurdewahrscheinlich von dem in dem Tempel niedergelegten Schatz Hyr-kanos' genommen. Was that Omas, welcher nach Antiochien gereistwar, um Klagen gegen seine Feinde und die Ruhestörer anzubringen?Traf er Seleukos noch am Leben, oder kam er während des Thron-wechsels in der shrischen Hauptstadt an? Seine Unthätigkeit gegen-über den Wühkereien der Griechlinge, die ihm seine Würde geraubthatten, bleibt auffällig, es sei denn, daß dieselben ihn bei dem neuenKönig als Parteigänger der Ptolemäer verläumdet haben, under statt Ankläger als Angeklagter dastand. Der zweite Schritt derGriechlinge oder des Hohenpriesters Jesua-Jason war, von Antiochoszu erbitten, daß diejenigen Jndäer, welche in den griechischen Kampf-zielen geübt sein sollten, als Antiochenser oder Macedonier oderals gleichberechtigte Vollbürger angesehen und zu allen gemeinsamenöffentlichen Zusammenkünften und Spielen der Griechen zugelassenwerden sollten^. Diese machten stets ans den Spielen Ernst und
y Josephus Altcrth. XII, 4, 11.
-i Makkabb. II, 4, 9 ist angegeben, daß Jason Antiochos 150 Talente be-sonders versprochen habe für die Erlaubnis;, ein Gymnasium und eine Ephebiczu erbauen. Brauchte er dazu ein besonderes Privilegium? Die Erlanbnißbezieht sich aber auf den Umstand ii- lli-rro/cis-
Das kann nur so verstanden werden, daß die im Gymnasium Aus-gebildeten als Antiochenser gelten sollten. Dafür spricht auch das. V. 19.Zoson sandte zu den olympischen Spielen svergl. weiter) Fest gesandte —-»koioo/ — nach Tyrus und zward. h. solche, welchebereits als Antiochenser anerkannt waren. Also nicht sämmtliche Jerusalemersollten als Antiochenser ausgezeichnet werden, sondern nur Würdige, d. h. solche,welche sich in Kampfspielen geübt hatten. Von diesem Gesichtspunkte aus er-scheintJason's Bestrebung nicht so frevelhaft. Er wollte, um den Haß der Griechengegen die Jndäer zu entwaffnen, diesen die Theilnahme an den hellcnisch-natio-»alen Institutionen, wie Feste und Spiele, verschaffen. Das Hcllenisiren sollte»icht Zweck, sondern Mittel sein. Nicht ganz richtig ist daher die Darstellung