Achtes Kapitel.
Das Vorspiel zn den Makkabiierkäinpfcn.
Feindseliger Geist der Philister, Jdumäer und Samaritaner gegen Judäer. An-siedelung von Judäern in Städten mit griechischer Bevölkerung, in Joppe,Jamnia, in Galiläa und in den neu entstandenen Städten, Scpphoris,Gischala, Jotapata, Gamala von Babylonien aus. Neigung vieler Ju-däer sich durch griechische Sitten den Nachbarvölkern zu nähern und vonihnen ebenbürtig behandelt zn werden. Die Partei der Griechlinge oderHellenisten. Abneigung gegen Lehre, Gesetz und Sitte. Partei der Chaßi-däer. Ragesch oder Nazis, „Vater der Judäer", strenger Bekämpfer derhellenistischen Neuerungen. Jose bcn-Joezer und Jose ben-Jochamu,Die Mittclpartei. Onias III. Simon, Tempelaufseher, und seine BrüderMenelaos und Lysimachos und die Tobiadcn. Hyrkanos' Reichthum undBauten. Simon's Angeberei bezüglich des Tempelschatzcs. Heliodor, fürden Tcmpclraub abgeordnet, kehrt unverrichteter Sache zurück. Neue Ber-läumdungen gegen Onias. Seine Reise nach Antiochien. Neue Ränkegegen ihn, ihn zu entsetzen. Sirach's Spruchdichtung gegen die Verirrungender Zeit.
( 187 — 175 .)
Die Zersetzung im Innern des judäischen Gemeinwesens, welchemit dem Führer und Steuerpächter Joseph begonnen hatte, nahmin Folge der Kriege zwischen den Seleuciden und Lagiden um denBesitz von Cölesyrien und der zwieträchtigen Parteiung des Belkesmit überraschender Schnelligkeit und in großer Ausdehnung zu. DieParteiführer und ihr Anhang, die Tobiaden, waren nicht wählerischin den Mitteln, die ihnen geeignet schienen, ihrer Sache oder ihrerRechthaberei den Sieg zu verschaffen und die Gegenpartei zu ver-nichten. Vor Allem waren sie darauf bedacht, einen Stützpunktaußerhalb ihres Volkes zu suchen, nicht blos bei den Machthabernin Antiochien, sondern auch bei der Nachbarbevölkerung. Beiden in den Städten Palästinas angesiedelten Griechen, welche dieOberhand hatten, und nicht weniger bei den Urbewohnern, waren