Antiochos des Großen Gunstbezeugung für Judäa. 265
lieferten Lebensmittel für Heer und Elephanten. Noch lag aberdie ätolische Besatzung in der Akra; diese mußte aus ihrer festenStellung verdrängt werden. Antiochos oder einer seiner Feldherrenunternahm die Belagerung, und die Bewohner Jerusalem's leistetendabei Beistand.
Antiochos muß viel Werth auf diesen Beistand und die An-hänglichkeit der Judäer gelegt haben. Denn er erließ einen Befehlan seinen Feldherrn Ptolemäns, Sohn Aeropos', ihnen seineGunstbezeugnngen zu verkünden. Die Trümmer Jerusalems solltenwieder erbaut und die schadhaften Stellen im Tempel wieder aus-gebessert werden. Dazu sollte ihnen Holz nicht blos von den BergenJudäa's, sondern auch vom Libanon geliefert werden, und alle Flücht-linge sollten wieder zurückkehren und Jerusalem bevölkern. Alle zuSklaven Gemachten und ihre Kinder sollten wieder in Freiheit gesetztund in den Besitz ihrer Güter gesetzt werden. Die Einwohner unddie bis zum Monat Hyperberetaios (Disollri 200) Zurückkehrendensollten drei Jahre von Abgaben frei sein. Antiochos verminderteüberhaupt ihre Steuern um ein Drittel und befreite die Mitgliederdes hohen Rathes, die Priester, die Tempelbeamten und die Sängervon Kopf-, Kronen- und andern persönlichen Abgaben. Fürden Opferbedarf bewilligte er aus dem Staatsschätze für Opfer-thiere, Wein, Oel, Weihrauch 20,000 Drachmen, außerdem nochMehl, Weizen und Salz. Endlich gestattete er ihnen sich nach den
Regierung gelangte, angeblich nach Polybius, den Krieg um 200 und 199.Eusebius' Chronik setzt ihn aber schon früher an. Auch Hieronymus berichtet zuDaniel, nach Porphyrius und seinen Quellen, daß Antiochos mit dem ägyptischenHofe Frieden geschlossen und dem Epiphancs seine Tochter verlobt hat: tiliamMw Oteopatrain psr Dnolsm Rlioäinin ssptimo anno re§ni ackolososntisüespomllt lltolsnmso. Da nun Epiphanes 205 zur Regierung gelangte chergl.o. S. 2621, so geschah die Verlobung 199 !so Müller a. a. O. III, S- 726).Folglich muß der Krieg, der diesem Friedenschluß voranging, mindestens ein Jahrvorher stattgefunden haben d.h. 200. Im Sommer dieses Jahres muß Antiochosschon im Besitz von Jerusalem gewesen sein, denn er bewilligte allen denen,tiax 7aL sich in Jerusalem einfinden würden, Amnestie.
Dieser Monat entspricht dem Tischri, folglich muß er im Sommer 200 schonJerusalem besessen haben. Skopas unterwarf aber Judäa im Winter lPoly-litts 16, 38, 17p xtticaroelpcrro 0' ro 'looünrm»'
d> h. im Winter 201, vielleicht noch früher.