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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

hatte ihm bereits einen gnädigen Empfang vorbereitet. Er hatteso viel von dessen Liebenswürdigkeit und Gewandtheit erzählt, daßEuergetes' Neugierde erweckt wurde, ihn kennen zu lernen. SobaldJoseph in die Nähe des Wagens kam, auf dem der König mitAthenion fuhr, und dieser auf ihn aufmerksam gemacht hatte, ludihn Euergetes ein, in den Wagen zu steigen und wurde von dessenReden so bezaubert, daß er ihn auch zu den Gastmühlern bei Hoseeinlud. Die Gesandten der palästinensischen und phönicischen Städte,die früher über seinen nicht allzuglänzenden Aufzug spöttische Be-merkungen gemacht hatten, sahen jetzt mit Neid, wie er in denengsten Hofkreis gezogen wurde. Bald gab er ihnen Gelegenheit,ihn nicht nur zu beneiden, sondern auch zu hassen und zu ver-wünschen.

Der große Theil des zu Aegypten gehörenden Gebietes vonCölesyrien und Phönicien zerfiel in lauter kleine Stadtgruppe»,von denen jede ihre eigenen Interessen verfolgte und mit denandern keinerlei Verbindung unterhielt. Von Gaza im Süden bisTyrus und Sidon im Norden und sämmtliche größere Städte imBinnenlande bilden lauter kleine städtische Republiken, die zwardem ptolemäischen Scepter unterworfen waren, im Innern aber eineselbstständige Verwaltung hatte. Im städtischen Regimente hattenselbstverständlich die Reichsten die Oberhand, da in der macedonischenZeit das Geld die einzige Schutzwehr gegen Vergewaltigung ge-währte. Die Bevölkerung der cölesyrischen und phönicischen oderunter dem Gesammtnamen palästinensischen Städte war meistensgemischt aus Eingeborenen und eingewanderten Griechen. Diese,welche nur des Gewinnes halber sich in dem für sie nicht sehr er-freulichen Barbarenland wie sie es nannten angesiedelthatten, und außerdem von den Stammverwandten auf dem Throneund bei Hofe vielfach gefördert wurden, wurden dadurch dieReichsten und Angesehnsten. Hätten sich die in Palästina ange-siedelten Griechen oder Halbgriechen (Macedonier) geeinigt, so hättensie das ganze Gebiet beherrscht und den Ausschlag zu Gunsten deseinen oder andern der mit einander rivalisirenden beiden Reichegeben können. Allein sie hatten die Zwiespältigkeit und Unverträg-lichkeit mit einander aus der Heimat in die Ansiedlungscolonienverpflanzt. Daher kam es, daß nicht zwei städtische Republiken inPalästina Hand in Hand mit einander gingen, sondern jede ihren