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Geschichte der Juden.
führte er auch aus uud ließ die Festungen der Städte an der Küsteund im Binncnlande, Akko, Joppe, Gaza, Samaria und auch^Jerusalem schleifen *), um sie nicht seinem Feinde als Schutzorte zulassen. Noch mehrere Jahre dauerte dieser unsichere Zustand Judäa'sund der Länder, die zu Cölesyrien gehörten, bis Antigonos, bisdahin noch unbesiegt, in einer Schlacht bei Jpsos in Kleinasien(Sommer 301) durch die Verbindung der vier Feldherren, Ptole-mäns, Lysimachos, Cassander und Seleukos, Kriegsruhmund Leben einbüßte. Diese vier, welche schon früher nach Antigonos'Vorgang sich völlig unabhängig vom Gesammtreiche gemacht undden Königstitel angenommen hatten, theilten dieses untereinander.Ptolemäus erhielt Aegypten und die Nebenländcr und Seleukosfast ganz Asien, ein ausgedehntes Reich, aber eben deswegen schwierigerzu beherrschen und zu behaupten, als das Ptolomäische, das abge-rundet war und ein weites Küstengebiet einschloß. Deswegen hatteSelenkos stets ein Auge auf Cölesyrien und Phönicien, sie seinemReiche einzuverleiben, um auch seinerseits mit dem Meere und mitEuropa in Verbindung zu bleiben. Allein Ptolemäus bestand darauf,daß diese Länder ihm zugetheilt werden möchten, weil er eine Zeit langim thatsächlichen Besitze derselben war, und, um nicht das Bündnißder vier Könige zu sprengen, das nach Antigonos' Tod nicht über-flüssig geworden war, gab Selenkos für den Augenblick nach, behieltsich aber vor, seine Ansprüche darauf geltend zu machen. So wurdeJudäa zum ptolemäischen oder lagidischen Reiche geschlagen, undsein Geschick war eine Zeit lang an dasselbe geknüpft.
Viel verändert wurde die Lage der Judäer dadurch nicht. Das, wassie früher an den Persischen Hof leisten mußten — zwanzig Talentejährlich als Grundsteuer — lieferten sie von jetzt an an den äghp-
y Diodor XIX, 93 zählt auch .-/xrj, auf,
welche Ptolemäus schleifen ließ, Jerusalem aber nicht. Aber warum sollte ernicht auch die Mauern Jerusalcm's zerstört haben? Man erwidert darauf:Weil er sie schon früher nach der lleberrumpelnng am Sabbat zerstört hatte.Allein von der Zerstörung der Mauern Jerusalcm's im Jahre 320 durch Ptolcm.berichtet weder Agatharchides, noch Josephus. Die Schleifung der Mauern hatteauch für ihn keinen Zweck. Eine befestigte Stadt mehr war für jeden derkriegführenden Diadochen ein Gewinn. Man muß also die Nachricht ApplausiL^riuoa. 50) darauf beziehen: i)n <11 f/c->»<7n-.„u,y /?c»-.r,u<-k<v ö nmUr-v
. . . Er zerstörte die Mauern Jcrusalem's zur selben Zeit als er
die der übrigen Städte Cölefyricn's niederreißen ließ.