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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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222 Geschichte der Juden.

Hohepriester - vielleicht gar Onias I. Z, Jaddua's Sohn undSimon's Vater zog wohl, wie die meisten Könige und Fürstendieser Gegend, mit einem Gefolge von Aeltesten dem Sieger ent-gegen, huldigte ihm und versprach ihm Unterthänigkeit. Alexanderwar ein edler, hochherziger Eroberer, der nur den Widerstand gegenseinen Willen und Plan blutig züchtigte- Sonst ließ er sämmtlicheunterworfenen Völker bei ihrer Eigenheit, ihrer religiösen Anschau-ung und ihren Sitten. Er zwang keinem Volke das griechischeWesen auf. Was er allen Völkern gewährte, versagte er wohl denJudäern auch nicht, sondern gestattete ihnen nach ihrem Gesetze znleben. Sie hatten nur die Abgaben von den Aeckern den macedo-nischen Statthaltern zu leisten, die sie bis dahin den persischen Sa-trapen zugeführt hatten 2). Auch die Abgabenfreiheit vor jedem siebentenJahre, an dem es in Judäa keine Ernte gab, gewährte er ihnen,nach dem Vorgang der persischen Herrscher, weil dieser Ausfall inden Augen des Eroberers so weiter Länderstrecken geringfügig scheinenmochte. Das erste Zusammentreffen des Vertreters des Griechen-thums mit dem des Judenthums, welche beide den Völkern die,wenn auch verschiedene Gesittung bringen sollten, war freundlicher Art.Das Eine trat äußerlich in seinem Vollglanze und in seiner Macht-fülle auf, und das Andere erschien in seiner Schwäche und flehent-

h Wenn sich nur eine Spur von historischer Thatsächlichkeit für die vom

I. Makkab. (12, 5; Josephus, Werth. XII, 4, 10 und selbstverständlich auch im

II. Makkab.) mitgetheilten und beurkundeten Relation belegen ließe 1. von derVerwandtschaft der Juden mit den Spartanern oder Lacedämonicrn und 2. vonder Correspondenz zwischen dem spartanischen König Arcios und dem Hohen-priester Onias und zwischen Jonathan und den Spartanern, dann ließe sich dieGleichzeitigkeit Onias' I. mit Alexander chronologisch fixiren. Denn ein König

von Sparta regierte 309265; Areios II. starb als achtjähriger Knabe257, von dem also keine Rede sein kann. Die L.-A. Areios statt und

ist durch Josephus und Vulgata gesichert. Josephus hat jedenfalls einenAnachronismus begangen, daß er diesen Areios mit Onias III. correspondirenläßt. Wäre also an dieser Relation etwas faktisches, dann hätte Onias I-gleichzeitig mit Arcios I., auch gleichzeitig mit Alexander gelebt. Jndcß klingtdie ganze Relation so fabelhaft, daß die meisten Kritiker sie verwerfen (vergl.Wiener bibl. Reallex. Sparta, und Fritzsche zn St. Makkab.). Jedenfallshat der Vers, des I. Makkabb. sich Onias I. in der Zeit Alexanders oder derersten Diadochen gedacht.

2) Josephus Alterth. XI, 8, 5. Das ist der historische Kern der ganzenErzählung, folgt aber auch aus einer anderen Quelle, s. unten S. 224.